Bürgermeister Frank Schneider fordert in einer Stellungnahme nach Alternativstandorten zu suchen.

Hubschrauber
Gerhard Witte möchte einen Hubschrauberlandeplatz. Fotos (2): Archiv

Gerhard Witte möchte einen Hubschrauberlandeplatz. Fotos (2): Archiv

Bei einer Bürgerversammlung sprachen sich die Langenfelder eindeutig gegen einen Hubschrauberlandeplatz an der Dückeburg aus. Fotos (2): Archiv

Anna Schwartz, Bild 1 von 2

Gerhard Witte möchte einen Hubschrauberlandeplatz. Fotos (2): Archiv

Langenfeld. Er wolle die Ergebnisse der Bürgerversammlung zum geplanten Hubschrauberlandeplatz an der Dückeburg sacken lassen, hatte Bürgermeister Frank Schneider angekündigt. Erst nach diesem Verarbeitungsprozess wolle er eine Stellungnahme abgeben.

Jetzt liegt das Ergebnis vor – ein Resultat, mit dem Schneider klar den Wünschen der Bürger folgt, die sich da vehement gegen das Rotorenknattern im Langenfelder Süden ausgesprochen haben.

Genehmigen muss die Bezirksregierung – nicht die Stadt

In einer Stellungnahme an die Bezirksregierung in Düsseldorf, die das Flugfeld genehmigt oder ablehnt, fordert die Verwaltung, nach Alternativstandorten zu suchen.

Auf diese eindeutige Formulierung folgt jedoch bereits im darauf folgenden Satz der Rückzieher: Wenn es dann doch nicht zu einem Rückzug von der Dückeburg komme, sollten die An- und Abflugrouten aber doch so gelegt werden, dass keine Wohngebiete überflogen werden.

„Die Stadtverwaltung ist sich des Bedürfnisses der Bürger nach Ruhe und Erholung bewusst“, schreibt Schneider in einer Presseerklärung.

Der Verwaltungschef hat jedoch nicht nur an die Bezirksregierung geschrieben. Auch der Mann, der da mit dem Hubschrauber pendeln möchte, hat Post von ihm erhalten. Darin bittet Schneider den Geschäftsführer von Control Expert, Gerhard Witte, zu prüfen, „ob Sie das Antragsverfahren unterbrechen können, um ernsthaft nach einem anderen Standort für einen Landeplatz zu suchen“.

Ob Witte dieser Aufforderung nachzukommen gedenkt, war am Freitag nicht zu erfahren, da der Finanzexperte nach Aussage seiner Sekretärin nicht zu sprechen war.

Die CDU-Reusrath sieht die Stellungnahme des Bürgermeisters nicht als Widerspruch zu ihren Positionen in der Vergangenheit. „Wir haben Verständnis für die Bürger“, sagte Ortsverbandsvorsitzender Dieter Braschoss – auch wenn Umweltpolitik nicht zu Lasten der Wirtschaft gehen dürfe.

Und was meinen die Bürger in Reusrath zu der jüngsten Entwicklung? „Ich hätte einen Hubschrauberlandeplatz auch an der geplanten Stelle nicht problematisch gefunden“, sagte Werner Lubeley. Hartmut Lander hingegen meinte: „Ich bin froh, wenn der Hubschrauberlandeplatz an einer anderen Stelle gebaut wird, wo er niemanden stört.“

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