Ab dem 1. Januar stehen dort nur noch Automaten, aber keine Mitarbeiter mehr zur Verfügung.

Zurzeit arbeiten acht Angestellte in der Geschäftsstelle an der Hauptstraße. Diese wird geschlossen, die Automaten bleiben aber.
Zurzeit arbeiten acht Angestellte in der Geschäftsstelle an der Hauptstraße. Diese wird geschlossen, die Automaten bleiben aber.

Zurzeit arbeiten acht Angestellte in der Geschäftsstelle an der Hauptstraße. Diese wird geschlossen, die Automaten bleiben aber.

Ralph Matzerath

Zurzeit arbeiten acht Angestellte in der Geschäftsstelle an der Hauptstraße. Diese wird geschlossen, die Automaten bleiben aber.

Langenfeld. Die Stadt-Sparkasse wird die Zahl ihrer Filialen in Langenfeld weiter verringern. Die zurzeit mit acht Mitarbeitern besetzte Geschäftsstelle an der Hauptstraße 43 wird Ende des Jahres schließen, kündigte der Vorstand an. Ab dem 1. Januar 2017 werden dort aber weiter Geldautomaten, Selbstbedienungsterminals und Kontoauszugsdrucker stehen.

So geschah es Anfang dieses Jahres bereits an der Hardt. Sämtliche Mitarbeiter der ehemaligen Immigrather Geschäftsstelle wechselten laut Sparkassenchef Dirk Abel in die zu einem Beratungszentrum ausgebaute Filiale am Hans-Litterscheid-Platz.

Restliche drei Geschäftsstellen sollen erhalten bleiben

Neben dieser Richrather Filiale und der Hauptstelle an der Solinger Straße wird die Sparkasse ab Januar nur noch am Bienenweg in Reusrath eine Geschäftsstelle mit Personal unterhalten. Das werde auch so bleiben, versicherte Abel. „Wir werden auf jeden Fall an dem Standort Reusrath festhalten.“ Außerdem kommen laut Abel wohl noch in diesem Jahr in Berghausen (am neuen Ladenzentrum Hugo-Zade-Weg) und Wiescheid (in der Nähe der Kirche) zwei Pavillons mit Geldautomat hinzu. Die Sparkasse reagiere damit auf das veränderte Kundenverhalten, sagt Suski. „Die klassische Geschäftsstelle, die früher noch Dreh- und Angelpunkt war, wird heute nur noch bei Bedarf ausführlicher Beratung aufgesucht.“

Im Bundesdurchschnitt kämen Bankkunden nur ein- bis maximal zweimal im Jahr in eine Geschäftsstelle, so Suski, weil sie vieles per Computer von zu Hause aus erledigen können. „Gerade viele ältere Menschen lernen diese Bequemlichkeit, Bankgeschäfte online zu tätigen, immer mehr zu schätzen“, sagt er. Dieser Trend werde durch die nachkommenden Generationen verstärkt.

Bei der Sparkasse Langenfeld nutzen laut Suski etwa 14 000 Privatkunden und 3000 Geschäftskunden das Online-Angebot. Moderne Serviceangebote für Menschen und die mittelständische Wirtschaft in Langenfeld gehörten zum „öffentlichen Auftrag der Sparkassen“. Um wettbewerbsfähig wirtschaften zu können, werde die Zahl der Filialen zum Jahreswechsel weiter verringert. Eine detaillierte Analyse habe gezeigt, dass die Zahl der Kundenbesuche in der Geschäftsstelle Hauptstraße „schon seit längerem deutlich rückläufig“ ist.

Filialleiterin Claudia Bezjak und ihre Mitarbeiter sollen in eine der drei verbleibenden Geschäftsstellen wechseln. „Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben.“ Mit den zusätzlichen Automaten in Berghausen und Wiescheid sei die Sparkasse in Langenfeld an sieben Stellen vertreten „statt wie bisher nur fünf Mal“.

Für Mitte nächsten Jahres kündigte der Sparkassenvorstand ein neues Kunden-Service-Center in Langenfeld an, das bei Fragen etwa zum eigenen Girokonto die telefonische Erreichbarkeit verbessern solle. „Ergänzt wird das Angebot durch einen Berater-Chat“, so Suski. „Perspektivisch werden wir auch eine Video-Chat-Funktion anbieten, die für alle Altersgruppen interessant ist und eine ausführliche Produktberatung ermöglicht.“

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