165 Spielplätze gibt es in Langenfeld. Sie werden sowohl vom Betriebshof als auch von Paten gepflegt. Kindern und Eltern gefällt’s.

Lukas und Max spielen am liebsten auf dem Klettergerüst am Götscher Weg.
Lukas und Max spielen am liebsten auf dem Klettergerüst am Götscher Weg.

Lukas und Max spielen am liebsten auf dem Klettergerüst am Götscher Weg.

Anna Schwartz

Lukas und Max spielen am liebsten auf dem Klettergerüst am Götscher Weg.

Langenfeld. Lukas und Max stürmen das Klettergerüst, erklimmen den Turm und rutschen auf der anderen Seite wieder runter. Dann flitzt Max zur Seilbahn. Fast täglich spielen der Sechsjährige und sein achtjähriger Bruder auf dem Abenteuerspielplatz am Götscher Weg – einem von insgesamt 165 Spielplätzen in ganz Langenfeld.

„Die Spielplätze sind alle in einem hervorragenden Zustand.“

Sven Lucht, stellvertretender Vorsitzender im Unterausschuss Spielplätze

„Das ist verdammt viel. Und sie sind alle in einem hervorragenden Zustand“, sagt Sven Lucht. Als stellvertretender Vorsitzender im Unterausschuss Spielplätze sammelt Lucht Ideen für die Sanierung, Umgestaltung und Neueinrichtung von Spielflächen.

Zu den neusten Projekten gehört der Themenspielplatz an der Anne-Frank-Straße. „Das ist ein Versuch, Themenspielplätze auf den Weg zu bringen. Da können die Kinder jetzt richtig Pirat spielen“, sagt Lucht, der auch im Jugendring aktiv ist. Einen Spielplatz themenspezifisch zu gestalten, lohne sich aber nur bei großen Plätzen, die grundsaniert werden müssen. Schließlich kosten die Spielgeräte oft das Vierfache einer gewöhnlichen Ausstattung.

Dass die Plätze in einem gepflegten Zustand bleiben, ist nicht zuletzt den Spielplatzpaten zu verdanken. Insgesamt 22 engagierte Langenfelder betreuen verschiedene Plätze. Sie sammeln gefährliche Glasscherben ein, sprechen mit Kindern, Jugendlichen und Eltern, und sie melden Beschädigungen beim Betriebshof. Sie sind die Verbindung zwischen dem Publikum des Spielplatzes und der Stadt.

Täglich sind zwei Kolonnen im Einsatz

„Wir haben einen engen Kontakt zu den Paten. Man kennt sich mittlerweile. Aber auch von Grundschulkindern und anderen Bürgern, die keine Paten sind, bekommen wir gute Hinweise“, sagt Patrick Sahm vom Betriebshof. Für die Instandhaltung der Plätze sind täglich zwei Spielplatzkolonnen im Einsatz. Die erste Kolonne macht eine Sichtkontrolle, reinigt den Platz und nimmt Beschädigungen auf. Die zweite Kolonne repariert. Wenn ein Pate eine kaputte Schaukel entdeckt, wird sie oft schon am nächsten Tag instand gesetzt. Einmal pro Jahr wird außerdem eine Hauptkontrolle durchgeführt. Dafür werden sogar die Fundamente freigelegt und den Normen entsprechend geprüft.

80 000 Euro jährlich für neue Spielplatzgeräte

Die Stadt sucht noch Spielplatzpaten. Interessierte können sich beim Betriebshof unter der Telefonnummer 02173/794 55 55 oder per Mail betriebshof@langenfeld.de informieren.

Lukas gefällt an seinem Lieblingsspielplatz vor allem eines: „Das neue Klettergerüst ist das Beste“, sagt der Achtjährige, der auch die benachbarte Grundschule am Götscher Weg besucht. Der Spielplatz ist nicht nur bei Lukas beliebt. An sonnigen Nachmittagen ist der Platz voll mit picknickenden Müttern, Basketball spielenden Jugendlichen und schaukelnden Kindern. Das weiß auch Lukas‘ Mutter: „Der Spielplatz ist immer gut besucht und sehr gepflegt. Da kann man nichts Negatives sagen“, sagt Tina Lorenz.

Neben der Reinigung und Instandhaltung kümmert sich der Betriebshof auch um die Umgestaltung der Plätze und den Kauf neuer Spielgeräte. „Jährlich stehen 80 000 Euro für neue Geräte zur Verfügung, die in Abstimmung mit dem Jugendhilfeausschuss aufgestellt werden. Bis wir alle Geräte eingesetzt haben, kann es bis zum Herbst dauern“, so Sahm.

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