Wintereinbruch? In Langenfeld und Monheim hatten Verkehrsteilnehmer wegen der Ferien wenig Probleme.

Die Mitarbeiter des Betriebshofs schieben keinen Frust, sondern Schnee. Und das mit Freude.
Die Mitarbeiter des Betriebshofs schieben keinen Frust, sondern Schnee. Und das mit Freude.

Die Mitarbeiter des Betriebshofs schieben keinen Frust, sondern Schnee. Und das mit Freude.

Ralph Matzerath

Die Mitarbeiter des Betriebshofs schieben keinen Frust, sondern Schnee. Und das mit Freude.

Langenfeld/Monheim. Die beiden Tatbestände „Wintereinbruch“ und „Montag“ sind im Rheinland normalerweise zuverlässige Garanten für ein komplettes Verkehrschaos. „Aber dank der Ferien hatten wir ja keinen Schülerverkehr und es sind noch viele Leute im Urlaub: Wir hatten also keine Verspätungen, alles fuhr planmäßig – die Straßen waren geräumt“, sagt Michael Hamann von den Bahnen der Stadt Monheim. „Der Schneefall setzte um 3.30 Uhr ein, ab 4 Uhr waren bei uns zwei Unimogs unterwegs. Um 5 Uhr rückten dann die kleineren Fahrzeuge aus“, berichtet Manfred Thüx vom Betriebshof.

„Das Fahrtempo der Witterung anpassen und Abstand halten – etwa eine Fahrzeuglänge mehr als üblich.“

Hartmut Hartinger, Fahrlehrer

Schon am Sonntagabend traf Patrick Sahm, stellvertretender Leiter des Langenfelder Betriebshofes, Vorkehrungen, um zu verhindern, dass sich aus dem Regen gefährliches Blitzeis bildet und Streufahrzeuge herausgeschickt. „Das hat uns heute das Räumen erleichtert, weil der Eispanzer unterm Schnee schon angetaut war.“ Montagnacht versetzte die Winterdienstkontrolle die Gruppe um 3 Uhr in Bereitschaft, so dass kurz darauf drei große und fünf kleine Streufahrzeuge im Einsatz waren.

Dank des deutlich reduzierten Berufsverkehrs kam die gesamte ab 7 Uhr im Einsatz befindliche Betriebshof-Mannschaft sehr zügig voran. „Aber das Wetter ist kniffelig“, so Sahm. „Die Temperaturen sollen wieder anziehen, aber der Boden ist gefroren. Daher müssen wir mit Eis rechnen.“

Bei Temperaturen unter Null wird für die Feuerwehr ihr wichtigstes Löschmittel – Wasser – zum Problem. „Wir dürfen die Schläuche keine halbe Stunde liegenlassen, dann gefriert das Wasser darin“, sagt der stellvertretende Leiter Torsten Schlender. Die wasserführenden Tankfahrzeuge stehen daher im Winter grundsätzlich in der Halle. Aber etwa beim Einsatz an der Rotdornstraße, wo ein Schuppen brannte, musste man den Betriebshof anfordern, der danach die Straße abgestreut hat, weil das Löschwasser gefroren war.

„Das Fahrtempo der Witterung anpassen und Abstand halten – etwa eine Fahrzeuglänge mehr als üblich“, rät Fahrlehrer Hartmut Hartinger zum richtigen Fahrverhalten im Schnee.

Auch sollte man grundsätzlich den Bremsvorgang früher einleiten und daran denken, dass man beim Einfahren in eine Anliegerstraße das Tempo drosselt, weil diese nicht gestreut werden. „In Kurven sollte man nicht zu stark herausbeschleunigen“, so der Fahrlehrer. Leider beobachte er an solchen Tagen immer wieder Autofahrer, die zu dicht aufführen.

Im Kindergarten Christ König warf der Wintereinbruch den üblichen Tagesplan um: Schneemänner bauen, stand nun auf dem Programm. „Erst wurden aus weißem Seidenpapier Schneemänner ausgeschnitten und auf schwarze Pappe geklebt“, berichtet Leiterin Andrea Rüdesheim. Nach der Trockenübung kam der Praxistest: Immerhin zu zwei Schneemännern reichte das frostige Baumaterial.

Ausstaffiert wurden sie mit Eimern als Hüten, Gliedmaßen aus Ästen. Eltern hatten Schlitten mitgebracht, auf denen sich die Kinder über den verschneiten Hof ziehen ließen. „Für einige Zweijährige war der Schnee sogar eine ganz neue Erfahrung“, so die Leiterin des Kindergartens.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer