An der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule sind umfangreiche Instandhaltungsarbeiten geplant. In den kommenden zehn Jahren sollen jeweils 500 000 Euro investiert werden.

An der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule sind umfangreiche Instandhaltungsarbeiten geplant. In den kommenden zehn Jahren sollen jeweils 500 000 Euro investiert werden.
An der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule hat der Zahn der Zeit genagt. An vielen Stellen sind umfangreiche Sanierungsarbeiten fällig.

An der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule hat der Zahn der Zeit genagt. An vielen Stellen sind umfangreiche Sanierungsarbeiten fällig.

Ralph Matzerath

An der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule hat der Zahn der Zeit genagt. An vielen Stellen sind umfangreiche Sanierungsarbeiten fällig.

Langenfeld. Als sie 1990 eröffnet wurde, galt die für 50 Millionen D-Mark errichtete Bettine-von-Arnim-Schule als Vorzeigebau. Die moderne Architektur hat auch heute noch Strahlkraft, doch der Glanz blättert. Das zeigt sich nicht nur an den maroden Holzfenstern. „In den letzten 20 Jahren gab es dort keine vorausschauende Instandhaltungsplanung. Deswegen ist dort ein Investitionsstau entstanden“, sagt Langenfelds städtischer Gebäudemanager Wolfgang Hellekes.

Damit die Versäumnisse zügig angegangen werden, übernimmt sein Referat zum 1. Januar bautechnisch die von Langenfeld und Hilden über einen Zweckverband gemeinsam betriebene Gesamtschule. Hellekes zufolge müssen über zehn Jahre hinweg jeweils etwa 500 000 Euro in das Gebäude gesteckt werden.

Dabei wird die von Schulleiter Peter Gathen mehrfach beklagte räumliche Enge ein Thema sein. „Wir sind bis unters Dach voll und wünschen uns ein paar Räume mehr“, sagte er anlässlich des Schuljubiläums im vergangenen Jahr. Der Gebäudekomplex an der Hildener Straße ist wegen des Anstiegs der Schülerzahl auf gut 1300 längst an den Grenzen angelangt.

Fenster, Flachdächer, Holzfassade und Heizungsanlage haben Mängel

Ursprünglich vierzügig angelegt, gibt es – als Zugeständnis an die hohe Nachfrage in beiden Städten – seit Jahren sechs Eingangsklassen. Somit lässt sich das wunderbare architektonische Konzept, das den Jahrgangsgruppen jeweils einen eigenen Trakt mit eigenen Zugängen und Lehrerzimmern zuteilt, nicht mehr konsequent aufrechterhalten.

Doch Vorrang haben laut Hellekes zunächst die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten. „Es war in der Vergangenheit ein Systemfehler, dass nicht von Anfang an für die Instandhaltung Baufachleute hinzugezogen wurden“, sagt er. Ein externes Gutachten habe in diesem Jahr viele Mängel aufgelistet. „Es sind viele kleine Dinge, die sich summieren. So müssen wir die Holzfenster auswechseln, deren Rahmen nicht oft genug gestrichen wurden. Wahrscheinlich ersetzen wir sie durch Metallfenster“, sagt Hellekes. Auch Brandschutz, Trinkwasserhygiene, Holzfassadenteile, Flachdächer mit der Pyramidenkonstruktion sowie die Heizungsanlage erforderten hohe Summen. „Dazu gibt es viele Wünsche, die im Frühjahr besprochen werden sollen“, sagt Hellekes.

Entsprechend der Schülerzahl wird Hilden zu einem Drittel an den Kosten beteiligt – die bei rund fünf Millionen Euro liegen und über zehn Jahre verteilt werden sollen. Im Langenfelder Haushaltsentwurf 2017 taucht die Summe bislang noch nicht auf. In den nun anstehenden Ausschussberatungen der Stadtpolitiker bis zum Ratsbeschluss im Frühjahr wird dies laut Finanzreferatsleiter Thorsten Nilson („Es laufen noch Gespräche“) aber geschehen.

Trotz zusätzlich eröffneter Gesamtschulen in Langenfeld und Hilden gibt es an der Bettine-von-Arnim-Schule stets Wartelisten. Die im Sommer in den Neubau an der Fröbelstraße eingezogene Prismaschule habe andere Schwerpunkte als die auf individuelle Förderung ausgerichtete Bettine-von-Arnim-Schule, betont Gathen. Als Trumpf betrachtet er das schöne, in sich geschlossene Schulgelände abseits der Innenstadt.

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