Die Firma Control Expert will ihren Helikopter an der Dückeburg starten und landen lassen. Die Pläne werden im Rathaus ausgelegt. Bürger können Bedenken äußern.

Luftverkehr
An der Dückeburg in Reusrath soll der Heli künftig starten und landen.

An der Dückeburg in Reusrath soll der Heli künftig starten und landen.

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An der Dückeburg in Reusrath soll der Heli künftig starten und landen.

Langenfeld. In Reusrath ging die Nachricht herum wie ein Lauffeuer: Das Amtsblatt der Stadt Langenfeld mit der Mitteilung, dass in Reusrath ein Hubschrauberlandeplatz geplant wird, sorgt für Verunsicherung – und schon jetzt für Verärgerung. Die Reusrather sind sich einig: „Hätten wir das nicht zufällig gesehen, wüssten wir gar nicht, dass so etwas geplant ist. Und wir wüssten auch nicht, dass wir unsere Bedenken zu den Plänen äußern können“, sagt ein Anwohner. Denn schon jetzt kündigen viele Reusrather an, gegen die Pläne Einspruch einzulegen.

Gerhard Witte sieht keinen Anlass für Bedenken

Der Antragsteller des Hubschrauberlandeplatzes ahnt noch nichts von dem Bürgerprotest. Er sieht auch keinen Anlass für Bedenken : „Für den Landeplatz soll eine sechs mal sechs Meter große Fläche auf meinem Privatgrundstück gepflastert werden“, sagt Gerhard Witte, der auf dem Gelände rund um die Dückeburg in Reusrath ein Außenbüro seiner Firma Control Expert betreibt. „Auf diesem Landeplatz soll in erster Linie der Hubschrauber meiner Firma starten und landen. Und das äußerst selten – durchschnittlich ein- bis zweimal in der Woche“, sagt Witte. Bevor ein fremder Helikopter auf dem Platz lande, müsse Wittes Einverständnis eingeholt werden.

Der Landeplatz sei nötig, um das Unternehmen in Langenfeld zu halten: „Wir müssen manchmal sehr schnell bei unseren Kunden sein. Mit einem Hubschrauberlandeplatz bleiben wir da flexibel“, sagt Witte. „Ich möchte verhindern, dass wir uns eine andere Niederlassung für das Unternehmen suchen müssen“, sagt er. Zu Belästigungen wird es laut Witte nicht kommen. „Es wird über unbebautes Gebiet geflogen. Anwohner müssen also keine Lärmbelästigung fürchten“, sagt er. Es gebe auch keine Bedenken aus Umwelt- oder Artenschutzgründen – „das haben Gutachten bereits herausgestellt“, so Witte. Bis vor fünf Jahren habe seine Firma bereits einen Hubschrauberlandeplatz betrieben. „Das war auf dem Firmengelände an der Hans-Böckler-Straße. Da gab es innerhalb von 18 Jahren nicht eine einzige Beschwerde von Anwohnern“, sagt Witte.

Ein Reusrather hat sich bereits an die Bezirksregierung gewandt

Anders könnte sich das in Reusrath darstellen. Der Reusrather Günter Striewe hat sich bereits schriftlich an die Bezirksregierung gewandt: „Bei der Dückeburg und dem sie umgebenden Gelände handelt es sich um das einzige geschlossene Erholungs- und Wandergebiet im Langenfelder Süden“, schreibt er.

» Bürger können die Pläne ab Montag, 24. Juni, bis einschließlich 23. Juli, im Rathaus, Raum 287, einsehen und sich schriftlich dazu äußern.

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