Morgen ist der Welttag der Partnerstädte. In wenigen Wochen steht in Monheim Besuch aus dem französischen Bourg-la-Reine an.

Morgen ist der Welttag der Partnerstädte. In wenigen Wochen steht in Monheim Besuch aus dem französischen Bourg-la-Reine an.
Am Monheimer Rathaus zeigen Wegweiser zu den Partnerstädten. Am weitesten entfernt ist Tirat Carmel in Israel.

Am Monheimer Rathaus zeigen Wegweiser zu den Partnerstädten. Am weitesten entfernt ist Tirat Carmel in Israel.

Ralph Matzerath

Am Monheimer Rathaus zeigen Wegweiser zu den Partnerstädten. Am weitesten entfernt ist Tirat Carmel in Israel.

Langenfeld/Monheim. Momente, in denen Menschen sich treffen und sich dabei in den Herzen und Köpfen etwas bewegt, hat Uwe Augustin schon oft erlebt. Nicht nur in Langenfeld, sondern auf der ganzen Welt. Der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins des Partnerschaftskomitees der Stadt Langenfeld ist oft mit Gruppen in Polen und in Langenfelds Partnerstadt Gostynin unterwegs und er fühlt, dass sich über die Jahre was getan hat. „Die Menschen dort sind heute viel netter zu uns, als noch vor Jahren“, sagt er. Was könnte da der Grund sein? Augustin sagt: „Weniger Vorurteile. Auf beiden Seiten.“

Langenfeld hat vier Partnerstädte, Monheim sechs

Es sind Erfolge wie dieser, die am Sonntag auf der ganzen Welt gefeiert werden, am Welttag der Partnerstädte. Nicht von den Städten, sondern von Bürgern. „Es sind die Menschen, die solche Partnerschaften ausmachen und leben“, sagt Augustin. Dass so eine Partnerschaft darin besteht, dass sich Bürgermeister von zwei Städten gegenseitig besuchen. Das war einmal, sagt Augustin. Trotzdem sei das noch in den Köpfen der Menschen. „Heute geht es vor allem darum, dass Menschen sich besuchen und näher kommen, dass Freundschaften entstehen.“

Um das noch mehr zu fördern, dafür hat sich in Langenfeld vor zwei Jahren auch der Förderverein des Partnerschaftskomitees gegründet. Der Verein unterstützt, Maßnahmen des Partnerschaftskomitees der Stadt und zur Förderung der Städtepartnerschaften und -freundschaften. Maßnahmen, das klingt abstrakt. Eigentlich geht es darum, dass man sich trifft oder etwas über andere lernt. Einen nächsten Termin in Langenfeld gibt es am Donnerstag, 8. Juni, 19.30 Uhr. Dann gibt es bei der Volkshochschule einen Gostynin-Infoabend.

Die Stadt in Polen ist neben Senlis (Frankreich), Montale (Italien) und Ennis (Irland) eine von vier Partnerstädten der Stadt Langenfeld. Für 2017 stehen aber auch noch andere Dinge an: Schüler der Kopernikus-Realschule reisen für eine Woche nach Polen, Handballer kommen aus Senlis und Köthen (Städtefreundschaft) nach Langenfeld, Sportler reisen zum Halbmarathon rund um Montale, das Blasorchester aus Langenfeld fährt nach Montale, eine kleine Musikgruppe reist zum Musikfestival nach Senlis, das Jugendmusikorchester aus Gostynin besucht Langenfeld, der Französisch-Kurs der Awo besucht Senlis und eine Bürgergruppe Ennis, es gibt einen Schüleraustausch mit Ennis – und der Bürgermeister aus Gostynin besucht Langenfeld.

Städtepartnerschaften werden auch in Monheim gelebt. Bürgermeister Daniel Zimmermann meldete sich in diesen Tagen über Instagram und Facebook mit einem Foto und Worten aus Israel: „Der Monheim-Park in Tirat Carmel in Israel wächst und gedeiht – wie die Städtepartnerschaft. Viele Grüße nach Hause!“

Wer Monheims Partnerstädte sind, in welcher Himmelsrichtung und wie weit entfernt sie liegen, das steht auf Wegweisern vorm Rathaus. Wiener Neustadt (Österreich): 770 Kilometer, Tirat Carmel (Israel): 3060 Kilometer, Delitzsch (Sachsen): 380 Kilometer, Bourg-la-Reine (Frankreich): 420 Kilometer, Malbork (Polen): 880 Kilometer, Atasehir (Türkei) 2040 Kilometer.

Was steht in Monheim an? Zum Beispiel vom 25. bis 28. Mai Besuch aus Bourg-la-Reine, unter anderem mit einem Freundschaftsabend im Saal der VHS, Berliner Ring, am Samstag, 27. Mai, ab 19 Uhr. Um die Verbindung zwischen den Partnerstädten zu stärken, organisiert die Stadt erstmalig auch ein internationales Jugendsportfest – den Friendship Cup. Vom 14. bis zum 17. Juli begegnen sich unter dem Motto „Ein Kick für die Zukunft“ etwa 100 Jugendliche aus den Partnerstädten auf dem Fußballplatz. Um die Kosten für die Teilnehmer möglichst gering zu halten und vielen Jugendlichen die Teilnahme zu ermöglichen, nimmt Monheim beim Ideenwettbewerb „On y va – auf geht’s – let’s go“ der Robert-Bosch-Stiftung und des Deutsch-Französischen Instituts teil. Bis zum 8. Mai werden im Internet die sieben beliebtesten Projekte gewählt. Sie erhalten eine Förderung. Die Abstimmung erfolgt über die Adresse:

www.auf-gehts-mitmachen.eu

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer