Die Besucher erlebten eine abwechslungsreiche Veranstaltung.

Die Besucher erlebten eine abwechslungsreiche Veranstaltung.
Der schrille Elferrat in Aktion.

Der schrille Elferrat in Aktion.

Ralph Matzerath

Der schrille Elferrat in Aktion.

Monheim. Der Monheimer an sich ist ein Karnevalsjeck und naturgemäß auch eine Stimmungskanone. Und so war denn am Samstagabend die gute Laune im Festzelt auf dem Schützenplatz schon nach dem ersten Auftritt der grandiosen jungen Tänzerinnen der Rheinstürmer weit oben. Das änderte sich auch im Verlauf der fünfstündigen Prunksitzung der Gromoka nicht.

Programm

Für 30 Euro Eintritt erlebten die Jecken einen schwungvollen und abwechslungsreichen langen Abend mit viel bekannter kölscher Karnevalsmusik und Evergreens, die jeder mitsingen konnte. Prinzengarde, Rheinstürmer, Altstadtfunken und Domstürmer rissen das Publikum mehr mit als Reden und Comedy, hatte man den Eindruck. Auftritte wie den von Pfundskerl Kai Kramosta, der mit seiner Körperfülle kokettiert und sie entsprechend zu Schau stellt, muss man mögen. Unbestritten ist, dass seine Kurzeinlagen als Calli Calmund und Ottfried Fischer witzig waren. Ebenso der kleine Ausflug des Redners Jürgen B. Hausmann in die Reisekultur der 60er-Jahre.

Kulisse

Ganz prima machte sich die Altstadt-Kulisse von Leonore Müller-Gladen und Ralf Volgmann. Die wirkte ausgesprochen wertig mit dem Monheimer Schelmenturm, mit Altstadt-Fachwerk und Kirchturm. Die Bühne bot auch genug Platz für diverse Tanzvorführungen der mitunter sehr großen Gruppen. Nett war auch, dass das Servicepersonal die Getränke im Gänseliesel-Outfit und im Henkelkörbchen vorbeibrachte.

Verpflegung

Die Getränke sind bei solchen Veranstaltungen immer etwas teurer. Das Angebot mit und ohne Alkohol war in Ordnung. 7,20 Euro für eine Piccolo-Flasche Prosecco sind beachtlich, ein Glas Kölsch für 1,80 Euro ist akzeptabel. Für die Hungrigen gab es Frisches vom Grill: Krakauer, Mettwurst, Currywurst, aber auch Zwiebelfleisch, Frikadellen und Hotdog zu Pommes von zwei bis fünf Euro. Fleischverächter hatten schlechte Karten und mussten sich mit Pommes und Champignons begnügen.

Preis/Leistung

Die befragten Gäste waren mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis sehr zufrieden. Die Monheimer Prunksitzung sei im Vergleich zu den Sitzungen in den Großstädten erschwinglich, erklärten einige auf Nachfrage. Auch die Programmmischung gefiel.

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