Land macht mehr Mittel frei, um Staupunkt noch in diesem Jahr anzugehen.

PENDLER
Weniger Verkehr auf der völlig überlasteten Hardt wäre für Langenfeld die erfreuliche Folge eines Solinger A3-Anschlusses. Archiv

Weniger Verkehr auf der völlig überlasteten Hardt wäre für Langenfeld die erfreuliche Folge eines Solinger A3-Anschlusses. Archiv

Dirk Thomé

Weniger Verkehr auf der völlig überlasteten Hardt wäre für Langenfeld die erfreuliche Folge eines Solinger A3-Anschlusses. Archiv

Langenfeld/Solingen. Weiter im Stau oder doch bald auf der „Grünen Welle“ – für Pendler, die über die Anschlussstelle Solingen/Langenfeld auf die Autobahn A3 fahren, bot der Freitag politische Wendungen. Noch am Vormittag meldeten Medien: Das Land könne den Anschluss an der Hardt in Wiescheid in diesem Jahr nicht mehr wie angekündigt ausbauen.

Personalengpässe und eine Geldsperre wegen der vorläufigen Haushaltsführung beim Landesbetrieb Straßen seien die Ursache. Noch am Nachmittag aber teilte das Verkehrsministerium mit: „Der Landesbetrieb wird die Planung nun forcieren und strebt an, bis zum Ende des Jahres 2013 mit dem Ausbau zu beginnen.“

Dass dafür zwischen mehreren Ministerien Telefonate geführt wurden, wollte der Pressesprecher nicht bestätigen. Auf Nachfrage hatte eine Mitarbeiterin von Straßen NRW zuvor erklärt: Die Planung könne der Landesbetrieb nur dann in diesem Jahr abschließen, wenn höher priorisierte Projekte ausgebremst würden.

Seit Jahren wird über das Projekt diskutiert

Die Entlastung des Staupunkts Hardt für rund 1,2 Millionen Euro diskutieren das Land und die Städte Solingen und Langenfeld seit Jahren. Statt die Viehbachtalstraße bis zum Autobahnkreuz Langenfeld weiterzubauen, hatte man sich darauf verständigt, weitere Fahrbahnen an der Hardt einzurichten und die Ampeln neu zu schalten. Eine verkehrsabhängige Steuerung sollte Staus und möglichst sogar Ampelstopps verhindern.

„Wir hoffen, dass wir den Stau noch zu Lebzeiten weg haben.“
Michael Wenge (IHK)

Laut Landesbetrieb ist ein Ingenieurbüro beauftragt, das auszuarbeiten. „Wir hoffen, dass wir den Stau noch zu unseren Lebzeiten weg haben“, kommentierte Freitag der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal-Solingen-Remscheid, Michael Wenge. Der Zustand mit regelmäßigen Staus sei unerträglich. Der Umbau sei als schnelle Lösung sinnvoll.

Am Autobahnanschluss Solingen/Langenfeld hat das Land 17 000 Fahrzeuge pro Tag in Richtung Langenfeld gezählt. 860 davon sind Lastwagen.

An der Anschlussstelle Hardt ist eine Geschwindigkeit von 50 km/h vorgeschrieben.

Die stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann (Grüne) erklärte, sie sei von der ursprünglichen Nachricht zur Verzögerung ebenso überrascht gewesen wie alle anderen. Und: Sie habe sich gleich darum gekümmert. Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) habe sie am Nachmittag über die Planung informiert. Sie hatte sich schon früher für den Umbau engagiert.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer