Bürgermeister Frank Schneider ehrte verdiente Langenfelder. Der Blick auf 2011 ist für ihn nicht ungetrübt.

neujahrsempfang
Ausgezeichnet: Bürgermeister Frank Schneider mit den Preisträgern Ilka Gaßmann, Peter Klinkers, Gaby Mattem und Margareta Klinkers (von links).

Ausgezeichnet: Bürgermeister Frank Schneider mit den Preisträgern Ilka Gaßmann, Peter Klinkers, Gaby Mattem und Margareta Klinkers (von links).

Anna Schwartz

Ausgezeichnet: Bürgermeister Frank Schneider mit den Preisträgern Ilka Gaßmann, Peter Klinkers, Gaby Mattem und Margareta Klinkers (von links).

Langenfeld. Elf kleine Waldzwerge des Waldkindergartens standen ganz vorn auf der Bühne der Stadthalle und schäkerten mit dem Publikum, während Eva Vierfuß, erste Vorsitzende des Vereins, und Teamleiterin Beate Radeke den Umweltpreis entgegennahmen. Die kurze Zeremonie zählte zu Höhepunkten des Neujahrsempfangs der Stadt am Sonntag. Im voll besetzten Saal hatten sich mehrere Hundert Ehrenamtliche, die sich auf sozialem, kirchlichem oder sportlichem Gebiet engagieren, Ratsmitglieder, führende Verwaltungsleute, hochrangige politische Gäste und die portugiesische Generalkonsulin Maria Manuel Durao, Portugal ist Motto-Land 2011, eingefunden.

Das Krisenjahr gemeistert

Bürgermeister Frank Schneider ließ das verflossene Jahr aus kommunaler Sicht noch einmal Revue passieren, um sich anschließend dem jungen Jahr 2011 und den Herausforderungen, die es für die Gemeinschaft von 58 000 Einwohnern bringt, zu widmen. Er hatte beim Empfang 2010 die Hoffnung ausgedrückt, das Krisenjahr zu meistern. „Ich kann feststellen, dass der Optimismus berechtigt war und wir ein zufrieden stellendes Ergebnis vorlegen können.“ Das gelte auch für 2011, obwohl die Rahmenbedingungen weitaus schwieriger seien.

Im Vordergrund stehe das Bestreben, die Schuldenfreiheit der Stadt und damit ihre Handlungsfreiheit zu bewahren, um zukunftsfähig zu bleiben. Das sei nicht zuletzt dank der Identifikation der Bürgerschaft mit ihrer Stadt möglich: Der Bereitschaft, seinen ganz persönlichen Anteil am großen Ganzen zu erkennen.

Was steht im Vordergrund der Arbeit in den nächsten Monaten? Familienfreundlichkeit und Handeln, das sich an der demografischen Entwicklung orientiert. Es gehe nicht um Wettrennen zwischen Kinderwagen und Rollatoren zugunsten des Nachwuchses, sondern auch darum, der aktiven „Generation Gold“ ein Umfeld zu schaffen, das ihrer Lebensleistung gebührt. Dem Thema Bildung soll noch mehr Bedeutung als bisher beigemessen werden, wobei der Langenfelder Schullandschaft besondere Aufmerksamkeit gelte. Einen ganz vorderen Platz in der Prioritätenliste genießt der Klimaschutz mit all seinen Facetten.

Geplante Gewerbesteuereinnahmen gehen in die Kreisumlage

Schneider zeigte sich stolz darüber, dass in Umfragen der Industrie- und Handelskammer zur Standortzufriedenheit Langenfeld mit einem Spitzenwert von 1,7 benotet worden sei.

Was die finanziellen Aussichten betrifft, so zeigten sich die Probleme an einer Zahl: Die Stadt muss mit 50 Millionen Euro an die Kreisumlage die gesamten, geplanten Gewerbesteuer-Einnahmen abliefern und dafür 15 Millionen Euro der Rücklage entnehmen. Deshalb gelte: Wenn sie schuldenfrei bleiben wolle, müsse an verschiedenen Stellen gespart werden, ohne das bislang hohe Niveau in Frage zu stellen.

Im weiteren Verlauf des Empfangs, vom städtischen Musikschul-Orchester und einem portugiesischen Trio umrahmt, wurden neben dem Umweltschutzpreis auch zwei Ehrenmedaillen und ein Ehrenring verliehen. Zum Schluss lud die Generalkonsularin Maria Manuel Durao herzlich dazu ein, dass sich die Langenfelder ein aktuelles Portugal-Bild verschaffen – von einem Land, das alle herzlich willkommen heiße.

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