Der neue Rettungswagen und die Besatzung.
Der neue Rettungswagen und die Besatzung.

Der neue Rettungswagen und die Besatzung.

Patrick Schüller

Der neue Rettungswagen und die Besatzung.

Monheim. Die Feuerwehr hat einen neuen Rettungswagen in Betrieb genommen. Das Fahrzeug ersetzt ein zwölf Jahre altes Vorgängermodell, das seinerseits, zum Transporter umgerüstet, ein 22 Jahre altes Fahrzeug aus dem Fuhrpark ablösen wird. Die Notfallrettung in Monheim wird täglich über zwei Rettungswagen im 24-Stunden-Dienst abgedeckt. Hinzu kommt noch ein Krankentransportwagen der Monheimer Hilfsorganisationen im Tagesdienst.

„Notfalleinsätze nehmen stetig zu, nur die der Krankentransporte ist ganz leicht rückläufig.“

Torsten Schlender, stellvertretender Feuerwehrleiter

„Die Feuerwehr Monheim setzt als Träger des Rettungsdienstes auf moderne Medizintechnik. Auf all unseren Rettungswagen werden beispielsweise automatisierte Geräte zur Herz-Lungen-Wiederbelebung eingesetzt“, erläutert Torsten Schlender, derzeitiger Rettungsdienstleiter. „Das stellt einen hohen Standard außerhalb der Vorgaben dar. Moderne Beatmungstechnik ermöglicht zudem eine hervorragende Primärversorgung von Notfallpatienten,“ so Schlender.

Bei Auslastung aller Rettungswagen übernehmen die Besatzungen des Löschgruppenfahrzeuges und der Drehleiter zusätzlich die medizinische Erstversorgung, bis der nächste freie RTW eintrifft.

Die Kosten für das neu angeschaffte Fahrzeug refinanzieren sich auf Dauer über die Nutzungsgebühren, die von den Krankenkassen für die Einsatzfahrten erstattet werden. Im vergangenen Jahr rückten die Fahrzeuge des Rettungsdienstes und der Feuerwehr zu 6242 Einsätzen aus. 5195 Einsätze entfielen dabei auf den Rettungsdienst, weitere 1047 Mal eilte die Feuerwehr zur Hilfe. Die Tendenz in beiden Bereichen ist steigend. „Insbesondere die Zahl der Notfalleinsätze nimmt stetig zu, lediglich die der Krankentransporte ist ganz leicht rückläufig“, bilanziert Torsten Schlender, stellvertretender Leiter der Feuerwehr. Bei den Krankentransporten wird die Feuerwehr seit Jahren vom Deutschen Roten Kreuz und dem Malteser Hilfsdienst unterstützt.

Insgesamt 97 Brände musste die Feuerwehr im letzten Jahr bekämpfen. Herausragendes Ereignis war der Großbrand in der Schöneberger Straße, bei dem fünf Wohnungen fast vollständig ausbrannten. Dazu kamen diverse Pkw-Brände. 277 Mal leistet die Feuerwehr technische Hilfe, darunter 53 Mal bei Verkehrsunfällen. 81 Mal befanden sich Personen in einer Notlage.

Außerdem hat die Feuerwehr 422 First-Responder-Einsätze verbucht. Hier rücken die auch als Rettungsassistenten ausgebildeten hauptamtlichen Feuerwehleute aus, wenn die eigentlichen Rettungswagen bereits in anderen Einsätzen gebunden sind. „Wir konnten so schon zahlreiche Menschenleben retten“, sagt Schlender. 251 Mal rückte die Feuerwehr zu Fehleinsätzen aus. 42 Einsätze gehen auf das Konto von fehlerhaft ausgelösten Brandmeldeanlagen in Firmen, Altenheimen oder Verwaltungsgebäuden. Und 177 Mal wurde sie in gutem Glauben alarmiert, ohne dass wirklich eine Gefahr vorlag.

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