Markus Mauer, Inhaber des Motorradladens Classic Bikes, blickt auf Reifen, Batterien und die Fitness.

Langenfeld
Markus Mauer weiß, was nach dem Winter unbedingt überprüft werden sollte, Öl und Beleuchtung gehören dazu.

Markus Mauer weiß, was nach dem Winter unbedingt überprüft werden sollte, Öl und Beleuchtung gehören dazu.

Ralph Matzerath

Markus Mauer weiß, was nach dem Winter unbedingt überprüft werden sollte, Öl und Beleuchtung gehören dazu.

Erste Sonnenstrahlen zum Frühlingsbeginn lassendie Herzen von Motorradfahrern, sofern sie nicht zu den hartgesottenen Ganzjahresfahrern zählen, wieder höher schlagen. Jetzt beginnt die Zeit der Touren. Doch anders als der Autofahrer, der nach einigen Monaten Fahrpause eigentlich nichts zu beachten hat, sollte der Motorradfahrer auf einen Check seines „Moppeds“ nach der Winterpause nicht verzichten.

„Das fängt bereits mit der Batterie an, die komplett geladen sein sollte, zumal bei neueren Motorrädern die mittlerweile verbaute Elektronik ständig Strom zieht, so dass in diesen Fällen die Batterie ohnehin besser vor der Winterpause abgeklemmt werden sollte“, erklärt Markus Mauer, Inhaber des Langenfelder Motorradladens Classic Bikes.

Jüngeren Fahrern mangelt es an handwerklichem Geschick

Gern gibt der Motorrad-Fachmann Tipps, die allesamt vergleichsweise einfach zu befolgen sind. Etwa bei Vergaser-Modellen den alten Sprit abzulassen und durch neuen zu ersetzten sowie einen Kerzenwechsel vorzunehmen, was zusammen genommen für ein besseres Startverhalten der Maschinen sorge. Mit der Überprüfung von Kettenspiel, Ölstand und Beleuchtung sei dann eigentlich schon fast alles getan. „Doch im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen fast jeder Biker auch ein Schrauber war, fehlt heute insbesondere bei jungen Leuten vielfach das handwerkliche Geschick. In solchen Fällen muss ich ran“, sagt Mauer. Was jedoch jeder kann, sei noch einen Blick auf die Reifen zu werfen. Der Fachmann warnt vor alten Reifen, die entschieden weniger Grip aufwiesen als neuere.

Was die körperliche Fitness anbetrifft, so empfiehlt er, mit kleinen Touren anzufangen und dann erst längere Strecken in Angriff zu nehmen. „Viel wichtiger als die physische Fitness ist jedoch die mentale, denn ich muss erst wieder lernen, für die Autofahrer mitzudenken, denn das ist letztlich die beste Lebensversicherung“, erklärt der 46-Jährige. „Wir werden tatsächlich von den Autofahrern vielfach schlicht übersehen oder unsere Geschwindigkeit wird falsch eingeschätzt, da hilft dann aber nur der eigene siebte Sinn.“

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