500 Karten werden schon in den nächsten Tagen verteilt.

500 Karten werden schon in den nächsten Tagen verteilt.
Michael Radtke, Novitas, (2.v.r.) übergibt die Gesundheitskarten an Christiane Schärfke, Daniel Zimmermann und Dietmar Marx (l.).

Michael Radtke, Novitas, (2.v.r.) übergibt die Gesundheitskarten an Christiane Schärfke, Daniel Zimmermann und Dietmar Marx (l.).

Stadt Monheim

Michael Radtke, Novitas, (2.v.r.) übergibt die Gesundheitskarten an Christiane Schärfke, Daniel Zimmermann und Dietmar Marx (l.).

Monheim. Sie glänzt, ist stabil, passt in jedes Portemonnaie und öffnet kranken Flüchtlingen die Türen zur nächsten Arztpraxis. Jetzt ist die Gesundheitskarte für Flüchtlinge auch in ihrer offiziellen Form in Monheim eingetroffen. Michael Radtke von der Novitas BKK überreichte rund 500 frisch gedruckte Karten an Bürgermeister Daniel Zimmermann. Als erste Kommune in Nordrhein-Westfalen hatte die Stadt Monheim im Januar die elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge eingeführt.

Langenfeld hat die Karte aus Kostengründen abgelehnt

Zumindest im Süd-Kreis Mettmann wird sie damit wohl allein bleiben. Langenfeld hat die Karte aus Kostengründen abgelehnt. In Hilden überwiegen die Bedenken. Erkrankte Flüchtlinge können so direkt einen Arzt aufsuchen, ohne zuvor bei der Stadt nach einem Behandlungsschein zu fragen. Bislang hatte es statt der Karte eine sogenannte Ersatzbescheinigung aus Papier gegeben. „Jetzt freuen wir uns, dass die Karten auch tatsächlich da sind“, sagt Bürgermeister Daniel Zimmermann. Die Gesundheitskarte soll vor allem die Versorgung der Hilfesuchenden verbessern. Vor der Einführung musste ein Mitarbeiter des Sozialamts über die Behandlungsbedürftigkeit entscheiden. „Die Flüchtlinge schlechter zu behandeln, halte ich sozialpolitisch nicht vertretbar“, erklärte Zimmermann. „Wir sind in der Verantwortung, uns angemessen um die Menschen zu kümmern. Und wenn der Asylbewerber direkt zum Arzt geht, ist das nicht nur für ihn besser, sondern auch für den Arzt, der weniger Verwaltungsaufwand hat, wenn er direkt mit der Kasse abrechnet.“ Vor der Einführung hatte der Arzt seine Rechnung an die Kommune geschickt, wo die Leistungen geprüft wurden. Jetzt rechnet er mit der Krankenkasse ab, die die Kosten der Kommune in Rechnung stellt. „Das alte System war sehr bürokratisch, die Gesundheitskarte war für uns die richtige Entscheidung“, resümiert Zimmermann. Sie werden in den nächsten Tagen ausgegeben. Flüchtlinge, die in Monheim ankommen, sollen innerhalb weniger Wochen ebenfalls eine Karte bekommen. Derzeit leben rund 700 Flüchtlinge in Monheim. og

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