Die Union muss reagieren: Trotz des Sieges zeigen sich in der absoluten Mehrheit der Partei feine Risse.

analyse
Jubel: Auf Händen trug die CDU ihren Bürgermeister Frank Schneider nach Bekanntwerden der Zahlen.

Jubel: Auf Händen trug die CDU ihren Bürgermeister Frank Schneider nach Bekanntwerden der Zahlen.

Anna Schwartz

Jubel: Auf Händen trug die CDU ihren Bürgermeister Frank Schneider nach Bekanntwerden der Zahlen.

Langenfeld. Das Eis wird dünner – so könnte man das Langenfelder Kommunalwahlergebnis aus Sicht der CDU beschreiben. Sie musste ein Minus von fast fünf Prozent hinnehmen. Doch mit knapp 51 Prozent und 23 von 44 Ratsmandaten reicht es immer noch für die absolute Mehrheit.

Allerdings hat die Wahl auch gezeigt, dass die CDU in Sachen Bebauung der Locher Wiesen einen Denkzettel bekommen hat. Denn Andreas Menzel von der BGL, der gegen das Projekt ist, hat aus dem Stand ein Direktmandat geholt mit fast 39 Prozent. Die CDU hatte mit 32 Prozent das Nachsehen.

Die BGL ist es auch, die sich als einer der Wahlsieger betrachten kann. Mit einem Plus von 3,2 Prozent und nun sechs Ratsmandaten hat sie gut zugelegt. Nur die SPD ist noch besser (plus 5,3 Prozent). Allerdings hatte sie vor fünf Jahren auch einen absoluten Tiefstand mit 13,8 Prozent. Langenfelds FDP folgte dem landesweiten Trend und verlor drei Prozent.

Ziel der Opposition ist verfehlt worden

Doch was heißt das nun für die künftige Arbeit des Langenfelder Stadtrats? Es wird sich wohl nicht viel ändern. Denn – wenn auch hauchdünn – die absolute Mehrheit der CDU steht. Das erklärte Ziel der anderen Parteien, diese Mehrheit zu kippen, ist verfehlt worden.

Entsprechend gelassen kann auch Bürgermeister Frank Schneider in seine zweite Amtszeit gehen. Das Bollwerk CDU steht hinter ihm. Und mit 62 Prozent der Stimmen hat Schneider auch einen klaren Wählerauftrag. Die von der Opposition erhoffte Stichwahl blieb aus.

Einen Achtungserfolg kann sich Ingo Wenicker auf die Fahnen schreiben. Der Parteiunabhängige erhielt als Bürgermeisterkandidat knapp sechs Prozent. Das Schlusslicht ist Frank Noack, der für seine FDP 3,1 Prozent erzielte. Sascha Steinfels holte mit knapp 18 Prozent weniger Stimmen als seine Fraktion für den Rat (19 Prozent).

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer