Der Neujahrsempfang stand im Zeichen des nordeuropäischen Landes.

Der Neujahrsempfang stand im Zeichen des nordeuropäischen Landes.
Werner Partner (M.) von der Deutsch-Finnischen Gesellschaft stellte das nordische Land gestern mit launigen Worten vor. Die finnische Gruppe Muistojen bulevardi spielte passende Musik.

Werner Partner (M.) von der Deutsch-Finnischen Gesellschaft stellte das nordische Land gestern mit launigen Worten vor. Die finnische Gruppe Muistojen bulevardi spielte passende Musik.

Ralph Matzerath

Werner Partner (M.) von der Deutsch-Finnischen Gesellschaft stellte das nordische Land gestern mit launigen Worten vor. Die finnische Gruppe Muistojen bulevardi spielte passende Musik.

Langenfeld. „Hei Suomi – hallo Finnland“ – mit diesem Gruß ist die Stadt Langenfeld gestern beim Neujahrsempfang ins Motto-Jahr 2016 gestartet. Vor rund 600 Gästen aus Vereinen, Verbänden und Einrichtungen stellte Werner Partner, Vorsitzender der Deutsch-Finnischen Gesellschaft NRW, in einem launigen Grußwort das nordische Land vor. Auf der Stadthallen-Bühne hing die Flagge mit dem blauen Kreuz auf Weiß. Das Traditionspaar überreichte kleine Leckereien. Die Gruppe „Uusikuu“ spielte finnische Musik.

Bürgermeister Schneider mahnt eine ehrliche Diskussionskultur an

In seiner Neujahrsrede schaute Bürgermeister Frank Schneider zunächst ins alte Jahr zurück – 50 Minuten lang. Positiv ist aus seiner Sicht das „immer noch ungebrochene Engagement der Langenfelder, die sich in einer Vielzahl von größtenteils privat organisierten Projekten in die Flüchtlingshilfe einbringen“. Bedauerlich sei allerdings die stiefmütterliche Behandlung der „Kommunen als Leidtragende einer verfehlten Politik und organisatorischer und kommunikativer Unfähigkeit auf Bundes- und Landesebene“.

Der Bürgermeister warnte davor, das Ehrenamt zu überfordern: „Auch hier sind Kräfte und Ressourcen leider nicht unerschöpflich.“ Nötig sei zudem eine Diskussionskultur, „die berechtigte Fragen zulasse“, ohne dass die Fragesteller gleich als rechtsradikal abgestempelt werden.

Zu den Zielen des Rathaus-Chefs für 2016 gehört der Erhalt der Schuldenfreiheit, trotz des Defizits von fast sechs Millionen Euro im Haushaltsentwurf. Ursachen für die finanziellen Risiken seien neben dem NRW-Kommunalsoli zulasten finanzstarker Gemeinden auch die zögerliche Erstattung der Kosten für die Unterbringung der Flüchtlinge durch das Land mit mehr als sechsmonatiger Verspätung.

Überraschungen blieben beim gestrigen Neujahrsempfang aus. Besondere Hoffnungen verbindet Schneider mit der Idee „Future City Langenfeld“. Damit soll die Stadt durch innovative Konzepte zur Modellstadt für die Zukunft des Handels und des Erlebnisraums Innenstadt werden. Ein Vollsortimenter im Zentrum sei „dringend notwendig“.

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