Mit Wolfgang II. und Beate I. kann Langenfeld in die neue Session starten.

Karneval
Der Jubel ist groß: Prinz Wolfgang II. und Prinzessin Beate I. stammen aus den Reihen der Wiescheider Karnevalisten.

Der Jubel ist groß: Prinz Wolfgang II. und Prinzessin Beate I. stammen aus den Reihen der Wiescheider Karnevalisten.

Anna Schwartz

Der Jubel ist groß: Prinz Wolfgang II. und Prinzessin Beate I. stammen aus den Reihen der Wiescheider Karnevalisten.

Langenfeld. Wenn die Proklamation des neuen Prinzenpaares als Auftakt zur närrischen Jahreszeit nicht täuscht, dann steht eine zwar kurze, aber schöne Session bevor. Die Langenfelder Jecken erlebten in der ausverkauften Stadthalle eine Superproklamation mit einem Programm, das jeder Sitzung in den Karnevals-Hochburgen am Rhein zur Ehre gereicht hätte.

Das neue Prinzenpaar: Ein Kölner und eine Düsseldorferin

Dabei richtet sich der Blick besonders auf die Domstadt. Nicht allein deshalb, weil mit Prinz Wolfgang II. ein gebürtiger Kölner das Zepter schwingt – mit einer geborenen Düsseldorferin Beate I. an seiner Seite. Das Programm war eindeutig „Köln-lastig“, aber in bestem karnevalistischem Sinne. Das begann schon nach dem Einmarsch des Elferrats mit dem neuen Festkomitee-Präsidenten Benno Schollmeyer an der Spitze. Mit 70 Musikern eroberte der Regimentsspielmannszug Altstädter Köln die Bühne. Da dröhnte der Musentempel unter den Fanfaren, Trompeten, Pauken und Trommeln, als ein „Kölsch-Potpourri“ erklang.

Und dann war es so weit: Mit dem Show-Fanfarenkorps Langenfeld voraus und den Karnevalsvereinen im Gefolge zog das neue Prinzenpaar ein. Wolfgang II. wurde nicht nur als neue Tollität vorgestellt, sondern nahm auch die Glückwünsche des Saals zu seinem Geburtstag, der genau auf den Tag der Proklamation fiel, entgegen. Mit Prinzessin Beate I. lebt die Familie Friedrichs seit 1970 in Langenfeld, seit zehn Jahren in Immigrath. Die Nähe zu Wiescheid brachte sie mit den dortigen Karnevalisten und deren Freundeskreis zusammen, von dem tatkräftige Unterstützung erwartet werden darf.

Viele Neuerungen auf wichtigen Positionen im Festkomitee

Ex-Prinz Dirk Schwickrath steht als Adjutant zur Seite. Der Freundeskreis wird den Prinzenwagen im Zug begleiten. Die von Bürgermeister Frank Schneider verlesene Proklamations-Urkunde löste unzählige Helau-Rufe aus. Zugleich wurde das närrische Publikum mit zahlreichen Neuigkeiten auf wichtigen Positionen des Festkomitees bekannt gemacht. So wurde Herbert Roßelnbruch, seit 1998 Präsident des Festkomitees, verabschiedet und zum Ehrenpräsidenten ernannt. Nach zwölf Jahren als Prinzenführer zog sich auch Otto Haller in den „karnevalistischen Ruhestand“ zurück. Katja Lievers öste ihn ab. Mit Karl-Heinz Ißling, Rolf Nauen und Jürgen Brune wurden drei neue Ehrensenatoren aufgenommen. Guido Cantz sorgte dann für ein wahres Feuerwerk an Pointen. Das Langenfelder Tanzcorps „Echte Fründe“, die zur ersten Liga der Musikgruppen zählenden „3 Colonias“, die Fanfarentrompeter Erftstadt und eine Samba-Gruppe aus der Eifel machten Stimmung bis nach Mitternacht.

Närrische Gebote: Prinz Wolfgang II. Und Prinzessin Beate I. verlasen abwechselnd ihre elf närrischen Gebote mit engem Bezug zu ihrer Stadt.

Eins: Passend zum Sessionsmotto „Rambazamba – ganz Langenfeld tanzt Samba“ verteilt der Bürgermeister am kommenden Freitag 1000 Sambarasseln.

Zwei: Jubiläum Langenfeld feiert im Oktober 2013 seinen 65. Geburtstag. Alle Langenfelder, die nächstes Jahr ebenfalls ihren 65.ten feiern, treten einem Karnevalsverein bei.


Drei: Weil Prinz und Prinzessin Schleckermäulchen sind, dehnt sich die Schlemmermeile 2013 bis zum Pöttgelände aus und wird in „Langenfelder Schlaraffenland“ umbenannt.

Vier: Da die Frauenquote bei den Ehrensenatoren des Festkomitees noch schlechter als in der freien Wirtschaft ist, soll ab sofort mindestens jeder dritte Ehrensenator eine Frau sein – Notfalls durch Geschlechtsumwandlung.

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