Sobald die Bezirksregierung ihre Genehmigung erteilt hat, sollen in Immigrath Lastwagen mit Bauschutt anrollen.

Abfall
Die Deponie in Immigrath wurde 2003 stillgelegt. Sie liegt unmittelbar am Autobahnkreuz Langenfeld.

Die Deponie in Immigrath wurde 2003 stillgelegt. Sie liegt unmittelbar am Autobahnkreuz Langenfeld.

Anna Schwartz

Die Deponie in Immigrath wurde 2003 stillgelegt. Sie liegt unmittelbar am Autobahnkreuz Langenfeld.

Langenfeld. Es dauert nicht mehr lange bis die ersten Lkw mit Bauschuttladung die Deponie in Immigrath ansteuern. „Sobald die Bezirksregierung die Genehmigung der Inbetriebnahme abgesegnet hat, kann es losgehen“, sagt Daniela Hitzemann, Sprecherin des Kreises Mettmann.

2003 war die Deponie unmittelbar am Autobahnkreuz Langenfeld stillgelegt worden. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Kreis Mettmann (AKM), die die Anlage betreibt, war laut Hitzemann „aus wirtschaftlichen Gründen“ zu dieser Entscheidung gekommen. Denn Hochbetrieb habe auf der Deponie zuletzt nicht geherrscht, deutet Hitzemann an. „Es war einfach eine Kostenfrage.“

Nun wurde ein Konzept erarbeitet – der Betrieb soll sich wieder lohnen

Nun habe die AKM ein Konzept entwickelt, nach dem sich die Inbetriebnahme rechnet. Laut Abfallwirtschaftskonzept sei der Betrieb wichtig, um die Entsorgung sogenannter inerter Abfälle sicherzustellen. Inerte Abfälle (inert lateinisch für untätig, träge) sind Substanzen, die nicht oder nur in sehr geringem Maße mit Luft oder Wasser reagieren. Als Deponie der Klasse I werden in Immigrath „nicht gefährliche Abfälle ohne besonderen Überwachungsbedarf“ gelagert. Bislang erfolgt die Entsorgung inerter Abfälle auf den Deponien in Düsseldorf-Hubbelrath sowie der Velberter Deponien Industriestraße und Plöger Steinbruch.

Beschwerden aus der Bevölkerung werden nicht befürchtet

Von Vornherein sei vorgesehen gewesen, den Betrieb nur vorläufig einzustellen. „Es gab ein Planfeststellungsverfahren für die Deponie“, sagt Hitzemann. Deshalb befürchte der Kreis Mettmann auch keine Beschwerden aus der Bevölkerung zur Wiederinbetriebnahme. Dazu trage auch die Lage bei – die Zufahrt erfolgt über das Autobahnkreuz.

Der erste Abschnitt des Geländes ist bereits verfüllt – und somit ausgelastet. Dort sind laut Hitzemann Rekultivierungsmaßnahmen bereits abgeschlossen. Mit der Wiederinbetriebnahme wird der zweite Teil des Geländes mit einem Volumen für 1,6 Millionen Tonnen Abfall genutzt. 100 000 Tonnen Schutt pro Jahr könnten so verfüllt werden. 16 Jahre lang soll die Deponie in Betrieb sein. Sobald die Genehmigung der Bezirksregierung vorliegt, wird das Gelände vorbereitet. „Die Basis muss abgedichtet werden“, sagt Hitzemann.

Für Privat-Anlieferer beträgt die Gebühr fünf Euro bis zu einer Menge von 0,5 m³ pro Anlieferung per Pkw (Kofferraumladung). Sind derartige Abfallanlieferungen mit geringen Anteilen von Haus- oder Sperrmüll vermischt, beträgt die Gebühr zehn Euro pro Anlieferung. Für gewerbliche Anlieferungen von Garten- und Parkabfällen wird eine Mindestgebühr von 7,50 Euro erhoben. Bei größeren Mengen beträgt die Gebühr 81,30 Euro je Tonne.

Die Müllumschlagstation ist montags bis freitags zwischen 7.30 Uhr und 16.30 Uhr und samstags von 8.30 bis 12 Uhr (nur Mengen bis max. 0,5 m³) geöffnet. Weitere Annahmestellen sind an der Hansastraße und der Industriestraße.

Bei den aus Privathaushalten des Kreises Mettmann stammenden Abfällen wird, unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung, damit gerechnet, dass sich die Restmüllmenge auf bis zu 190 000 Tonnen verringert und die Wertstoffmenge von rund 123 000 Tonnen nahezu stagniert, jedoch möglicherweise auf 130 000 Tonnen ansteigt. Die Mengen an Bauabfällen werden weiterhin konjunkturbedingt größeren Schwankungen unterliegen, schätzt die Abfallwirtschaftsgesellschaft Kreis Mettmann.

Auch während der Stilllegung war die Müllumschlagstation in Immigrath in Betrieb. Dort können Privatanlieferer gebührenpflichtig Hausmüll-, Bio-, Garten- und Parkabfälle abgeben.

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