Trotz der Bitte des Bürgermeisters an Gerhard Witte gibt es bei der Bezirksregierung bisher keinen neuen Antrag.

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Nahe der Reusrather Dückeburg soll ein Landeplatz für Hubschrauber entstehen – so der Wunsch des Geschäftsmannes.

Nahe der Reusrather Dückeburg soll ein Landeplatz für Hubschrauber entstehen – so der Wunsch des Geschäftsmannes.

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Nahe der Reusrather Dückeburg soll ein Landeplatz für Hubschrauber entstehen – so der Wunsch des Geschäftsmannes.

Langenfeld. Wichtige Entscheidungen wollen sehr, sehr reiflich überlegt sein – denkt man offensichtlich in Reihen der Bezirksregierung. Zumindest gilt das für die Zeitschiene in Sachen Hubschrauberlandeplatz nahe der Dückeburg. Das letzte Wort hat Düsseldorf. Im Dezember hieß es, dass die Prüfung noch nicht abgeschlossen sei. Am Dienstag war sie es immer noch nicht.

Nachgehakt

Erstaunlich ist allerdings, dass es immer noch keinen alternativen Antrag für einen Landeplatz gibt. Zur Erinnerung: Unternehmer Gerhard Witte, Besitzer der Dückeburg, will den Landeplatz für sich und Mitarbeiter seines Langenfelder Unternehmens ControllExpert nutzen.

Das hatte in Reusrath zu einer Protestwelle geführt. „Zu laut und ein Eingriff in die Natur“ waren die größten Kritikpunkte. 1500 Unterschriften liegen der Bezirksregierung vor.

Bürgermeister Frank Schneider, sich des Protests vollkommen bewusst, bat Witte, sich nach Alternativen umzuschauen. Er betont auf WZ-Nachfrage: „Das hat er auch gemacht. Das weiß ich. Wie die Suche ausgegangen ist, kann ich allerdings nicht sagen.“

Laut Bezirksregierung hat Gerhard Witte den umstrittenen Antrag auch nicht zurückgenommen. Deshalb wird der weiter geprüft – Ausgang offen.

Fakt ist: Sollte die Bezirksregierung als zuständige Behörde für das Luftverkehrsrecht grünes Licht geben für den Hubschrauberlandeplatz, dann sind der Stadtverwaltung, auch wenn sie es verhindern wollte, schlicht die Hände gebunden.

Allerdings hatte sie in einer Stellungnahme bereits auf Probleme – unter anderem auf geplante Windkraftanlagen und Wohnbebauung in der Nähe – hingewiesen. „Wir hoffen, dass das entsprechend berücksichtigt wird“, sagt Stephan Anhalt, Referatsleiter im Planungsamt. Letzte „Bremse“ könnten Anwohnerklagen, vor allem mit Verweis auf Lärm, sein.

Gerhard Witte war am Dienstag nicht zu erreichen.

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