Vor allem Elektronik gefragt. Unter dem Baum landen Smartphones, Tablets und Notebooks.

Langenfeld/Monheim
Das Geschäft mit Elektronik-Artikeln läuft - wie hier in der Langenfelder Stadtgalerie – gut.

Das Geschäft mit Elektronik-Artikeln läuft - wie hier in der Langenfelder Stadtgalerie – gut.

R. Matzerath

Das Geschäft mit Elektronik-Artikeln läuft - wie hier in der Langenfelder Stadtgalerie – gut.

Langenfeld. Jede, der das Markt-Karree betritt, wird automatisch erfasst. Die Scanner an neun Stellen geben Center-Manager Karsten Mazanneck Aufschluss über die Kundenfrequenz in der Langenfelder Shopping-Mall. Für ihn sind die Daten ein Hinweis für den Erfolg oder Misserfolg des Weihnachtsgeschäftes – auch wenn nicht jeder Durchgänger automatisch auch einen Laden betritt.

„In der Vorweihnachtszeit verzeichnen wir 25 bis 50 Prozent mehr Kunden im Center“, sagt Mazanneck. In absoluten Zahlen entspreche das 12 500 bis 15 0000 Menschen pro Tag. Besonders viele seien es am verkaufsoffenen Sonntag zur Weihnachtsmarkteröffnung und an den Adventssamstagen gewesen. „Insgesamt bewegen sich die Umsätze auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr – mit leichter Tendenz nach oben“, sagt Mazanneck.

Kurz vor Weihnachten zieht das Geschäft noch einmal an

Viele Händler – auch in Monheim – bestätigen diese Bilanz. Bei Medimax (Stadtgalerie) gingen laut Geschäftsführer Jens Schlupp besonders Smartphones, Tablets und Notebooks über die Ladentheke, aber auch größere Anschaffungen wie Fernseher oder Kaffeevollautomaten. „In den letzten Tagen hat das Weihnachtsgeschäft noch etwas Fahrt aufgenommen“, sagt Schlupp.

Händler müssen mit den Online-Riesen mithalten

Nach Beobachtung von Frank Nüssen, Filialleiter bei Expert-Hoffmann an der Krischerstraße in Monheim, beginnt der vorweihnachtliche Konsumrausch von Jahr zu Jahr etwas später: „In den zwei Wochen vor Heiligabend steigen die Umsätze spürbar.“ Insgesamt laufe das Geschäft zufriedenstellend. „Es macht sich allerdings auch bemerkbar, dass wir seit Monaten eine Baustelle vor der Tür haben“, meint Nüssen mit Blick auf die Umgestaltung der Krischerstraße.

Richtig eingeschlagen haben die letzten Wochen bei Poco in Monheim. Filialleiter Willibald Lukas ist nach eigenem Bekunden hochzufrieden: „Wir verzeichnen etwa 15 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr.“ Der Rheinische Einzelhandels- und Dienstleistungsverband (REHDV) hatte im Vergleich zum Vorjahr einen Mehrumsatz von 1,2 Prozent in der Vorweihnachtszeit erwartet. „Die genauen Zahlen haben wir erst im Januar, aber bisher bestätigt sich die Prognose“, sagt Björn Musiol, Regionalreferent für den Kreis Mettmann.

Viele lokale Einzelhändler beklagen die zunehmende Konkurrenz aus dem Internet. Branchengrößen machen den stationären Geschäften zu schaffen.

Etwa nach dem Vorbild des Projekts „Online City Wuppertal“. Dabei sollen die Chancen des Internets auch für lokale Einzelhändler erschlossen werden – mit einem Webshop für alle ansässigen Läden.

Während die Elektronikbranche starke Umsätze verzeichne, sehe es in anderen Sparten etwas schlechter aus. „Gerade im Textilbereich sind die Umsätze mäßig“, sagt der 32-Jährige. „Das liegt vor allem an der viel zu milden Witterung.“

Der Online-Handel nimmt laut Musiol einen großen Stellenwert ein. Daher müssen sich lokale Einzelhändler einiges einfallen lassen. Seit etwas mehr als einem Jahr betreibt Barbara Adam, Inhaberin des Tee-, Kaffee- und Feinkostladens „Teespresso“ in der Langenfelder Schoppengasse, einen eigenen Webshop: „Inzwischen haben wir Kunden aus ganz Deutschland.“ Über die negativen Auswirkungen des Fortschritts zu jammern bringt ihrer Meinung nach nichts: „Das Internet bietet auch dem stationären Einzelhandel viele Möglichkeiten. Man muss nur eine pfiffige Idee haben und sein Konzept professionell umsetzen.“

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