Die Mitarbeiter von Ecolab haben Schulkinder über Bakterien und Keime aufgeklärt und warum Wasser so wertvoll ist. Sie besuchen ab jetzt auch ehrenamtlich Schulen.

Maximilian, Candela und Paula zeigen ihre Hände im UV-Licht.
Maximilian, Candela und Paula zeigen ihre Hände im UV-Licht.

Maximilian, Candela und Paula zeigen ihre Hände im UV-Licht.

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Maximilian, Candela und Paula zeigen ihre Hände im UV-Licht.

Monheim. Die Grippe geht um. Warum ist das so? Auch weil so viele Leute sich nicht richtig die Hände waschen. Dabei ist das kinderleicht. Paula und Candela, neun Jahre alt, reiben ihre Hände mit Seife unterm Wasserhahn ein, singen – und grinsen. Was sie da singen, das klingt wie Bruder Jakob – ist es aber nicht.

Es ist gut, den Text vom Händewasch-Lied zu kennen. Das würde nicht nur in der Grippezeit auch Erwachsenen helfen. Er stammt von Hygiene-Experten, vom Team von Ecolab in Monheim. Das Lied erklärt, wie es richtig geht. Und es hat genau die richtige Länge: Wer es (oder Bruder Jakob) in Gedanken oder in echt singt, wäscht automatisch richtig lange, um Bakterien und Keime loszuwerden.

Warum hilft Ecolab Monheimer Kindern beim richtigen Händewaschen? Der weltweit führende Anbieter von Technik und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Hygiene und Energie setzt sich in den USA, in Mexico und China schön länger dafür ein, Kindern ab vier Jahren etwas über Wasser, Hygiene und Nachhaltigkeit beizubringen. Dahinter steckt eine Bildungsinitiative, das „Clean and Conserve Education Program”. Ecolab hat das Programm mit der gemeinnützigen Organisation Project WET Foundation entwickelt. Gestern ist das Programm in Monheim und damit in Deutschland gestartet. 100 Lottenschüler besuchten Ecolab in Baumberg. Demnächst kommen die Kinder von der Armin-Maiwald-Schule.

Das Geheimnis von Seife und dem Händewaschen

Hygiene, Keime, Wasser, Nachhaltigkeit. Das klingt als Thema alles erst mal sperrig, ist es aber nicht. 25 der etwa 500 Baumberger Ecolab-Mitarbeiter hatten sich freiwillig gemeldet und sich vorab von der Non-Profit-Organisation schulen lassen. Dabei ging es um kindgerechte Erklärungen und darum, Wasser- und Hygienebotschafter zu werden.

Für die Mitarbeiter ist es auch mit dem Besuch der Schüler bei Ecolab nicht getan. Sie haben sich bereit erklärt, ab jetzt auch Schulen zu besuchen, um den Kindern dort spielerisch etwas beizubringen – ehrenamtlich und außerhalb der Arbeitszeit. Tobias Personke ist einer der Wasser- und Hygienebotschafter. „Ich habe selbst Kinder, die sind drei und sieben“, erzählt er. Dem Nachwuchs die Themen näherzubringen, das sei ihm ein persönliches Anliegen. Auch weil Wasser so unendlich wertvoll sei. Deshalb fragten die Leute von Ecolab die Schüler: „Habt ihr eine Idee, wie man Wasser sparen könnte?“ Ja, das hatten die Kinder. „Kürzer duschen“, sagt einer. „Beim Zähneputzen nicht das Wasser laufen lassen“, ein anderer.

Derweil ging es an einer anderen Stelle im großen Raum, in dem Mitarbeiter sonst konferieren, darum, was das Geheimnis von Seife ist oder wie sich Keime übertragen. Natürlich wurden auch Hände gewaschen. Macht das Spaß, so zu lernen? „Ja“, sagen Paula und Candela. Und sind die Hände gut sauber geworden? Ja, das hat der Test gezeigt: Paula und Candela haben ihre Hände unter UV-Licht gehalten. Da wären die Keime sonst sichtbar geworden, aber da war nichts mehr.

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