Friedhelm Löber sammelt Geld, um einer jungen Armenierin die dringend notwendige Rückenoperation zu ermöglichen.

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Friedhelm Löber auf dem Weg nach Armenien.

Friedhelm Löber auf dem Weg nach Armenien.

Die 2002 neunjährige Sophia wartet bis heute auf eine Operation.

Anna Schwartz, Bild 1 von 2

Friedhelm Löber auf dem Weg nach Armenien.

Langenfeld. Wenn Friedhelm Löber an die Zustände in armenischen Krankenhäusern denkt, wird ihm gleich ganz anders: „Man kann sich das aus unserer Sicht kaum vorstellen. Dort herrschen katastrophale Zustände. Teilweise gibt es nicht mal Medikamente“, sagt der Rentner, der als Mitglied des Gideonbundes seit seiner Pensionierung im Jahr 2002 durch Osteuropa und den Nahen Osten reist, um Bibeln zu verteilen.

Auf vielen seiner Stationen sah Löber Dinge, die er erst Wochen später verarbeiten konnte. Doch das, was er in Armenien sah, übertraf alles, was er je persönlich erlebte. Besonders das Schicksal der kleinen Sophia Khachatrian aus Wanadsor im Norden Armeniens hat Löber nachhaltig bewegt.

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Friedhelm Löber auf dem Weg nach Armenien.

Friedhelm Löber auf dem Weg nach Armenien.

Die 2002 neunjährige Sophia wartet bis heute auf eine Operation.

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Die 2002 neunjährige Sophia wartet bis heute auf eine Operation.

Es war vor acht Jahren, zu Beginn seiner Missionstätigkeit, als Löber zum ersten Mal in der drittgrößten Stadt Armeniens (rund 120.000 Einwohner) zu Gast war. Dort lernte er das damals neunjährige Mädchen kennen und war ergriffen von ihrem Schicksal.

Sophia war nur kurz vorher durch einen Autounfall so schwer am Rücken verletzt worden, dass sie sich kaum auf den Beinen halten konnte. Doch weder die medizinische Infrastruktur der Stadt, noch das Geld der Familie reichten aus, um eine Operation zu ermöglichen, die Sophia von ihren Schmerzen befreit hätte. Zwar wurde sie einmal operiert, allerdings nur notdürftig. Noch am Ende seines ersten Aufenthalts versprach Löber ihr und ihren Eltern, sich um eine Operation zu kümmern.

„Wir brauchten eine klare Perspektive. Die haben wir jetzt endlich durch die Uniklinik in Münster. “

Friedhelm Löber über sein Engagement für Sophia Khachatrian

Bis heute – Sophia ist mittlerweile 17 Jahre alt – wartet sie auf diese abschließende Operation. Um ihren Bewegungsapparat zu stützen, trug sie jahrelang zumindest ein Korsett und bekam über Monate Massagen. Doch von den Schmerzen befreiten sie diese Maßnahmen nicht.

Seit seiner Pensionierung im Jahr 2002 reist Friedhelm Löber im Auftrag des Gideonbundes durch die Welt, um kostenlos Bibeln zu verteilen. In den vergangenen achteinhalb Jahr war er in Russland, der Ukraine, Kasachstan, Armenien, Bulgarien, Rumänien, Estland, Lettland, Litauen, Kroatien, Serbien, Israel, Palästina, Syrien, dem Libanon und in Jordanien.

Wer Friedhelm Löber bei seinem Kampf für die 17-jährige Sophia, die vor acht Jahren bei einem Autounfall stark verletzt wurde, unterstützen will, kann das am besten mit einer Geldspende. Die Kontonummer und alle weiteren Einzelheiten erfährt man von Löber selbst. Schreiben Sie einfach eine Email mit dem Betreff „Sophia“ an: loeber.friedhelm@t-online.de

Deshalb hat Friedhelm Löber in den vergangenen Jahren zahlreiche Tage damit verbracht, Sophia den medizinischen Eingriff zu ermöglichen. Doch erst gegen Ende des abgelaufenen Jahres fand er eine Klinik und einen Arzt, die die Operation durchführen würden: die Uniklinik Münster und den dortigen Professor Ulf Liljenqvist, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Die Sache hat allerdings einen Haken: Rund 20.000 Euro kostet der Klinikaufenthalt. Eine Summe, die die Khachatrians niemals alleine aufbringen könnten. Das weiß auch Löber, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Geld zu sammeln. Doch trotz der hohen Hürde ist er nun frohen Mutes, sein acht Jahre altes Versprechen Realität werden zu lassen: „Wir brauchten eine klare Perspektive. Die haben wir jetzt endlich durch die Uniklinik in Münster.“

Aktuell ist Löber nun wieder unterwegs, um die zumindest ansatzweise frohe Botschaft zu überbringen und Geld zu sammeln. Ob das zügig klappt? Löber: „20.000 Euro sind viel Geld. Das wird nicht von heute auf morgen funktionieren. Aber ich bin guter Hoffnung, dass wir das schaffen. Auch mit Hilfe der Langenfelder Bürger.“

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