Die Grundstücksnachbarn der abgebrannten Firma Dornseifer können den Geruch kaum noch ertragen.

Jörn Liebscher, Jörg Frenzel und Lothar Apken (v.l.) stinkt es gewaltig.
Jörn Liebscher, Jörg Frenzel und Lothar Apken (v.l.) stinkt es gewaltig.

Jörn Liebscher, Jörg Frenzel und Lothar Apken (v.l.) stinkt es gewaltig.

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Jörn Liebscher, Jörg Frenzel und Lothar Apken (v.l.) stinkt es gewaltig.

Langenfeld. An der Hausinger Straße stinkt es zum Himmel. Und das schon ein paar Wochen lang – zumindest, wenn die Wetterlage ungünstig und es windig ist. Der Grund ist ein riesiger schwarzer Abfallhaufen auf dem Gelände der Firma Dornseifer, in dem sich unter anderem verbrannte Fleisch- und Wurstreste befinden. Am 11. November war der Fleischereiproduktionsbetrieb aus ungeklärten Gründen komplett abgebrannt.

„Ich bin manchmal kurz vorm Würgereiz“, beschreibt Jörn Liebscher vom städtischen Betriebshof direkt neben dem Dornseifer-Grundstück die Auswirkungen der üblen Ausdünstungen. Auch Betriebshof-Platzmeister Jörg Frenzel klagt über die Geruchsbelästigung an manchen Tagen: „Wenn die Sonne da drauf scheint, qualmt das richtig“, sagt er.

Das Problem ist, dass der Abfall nur schwer zu entsorgen ist

Lothar Apken vom gleichnamigen Rohrleitungs- und Tiefbauunternehmen hat als Grundstücksnachbar im sprichwörtlichen Sinne ebenfalls die Nase voll. „Da tut sich einfach nichts. Und meine Mitarbeiter und ich, wir haben ständig diesen ekeligen Geruch in der Nase. Ich habe schon mehrmals beim Ordnungsamt nachgefragt“, sagt er. „Man hat mir gesagt, dass erst eine Abbruchgenehmigung vorliegen muss“, sagt Apken, „aber die gibt es jetzt, und es geht trotzdem nicht weiter.“

Schon vor Weihnachten hatte Apken sich über eine Rattenplage am Brandort beschwert. Es sei aber sofort ein Schädlingsbekämpfer gekommen. Dieses Problem bestehe nicht mehr. Apken selbst ist als Nachbar des Brandortes geschädigt worden. Vier seiner 74 Fahrzeuge wurden beschädigt. „Ein Schaden von 20 000 Euro“, sagt er.

Warum sich die Säuberung des Grundstücks derart hinzieht, erklärt ein Fachmann des vor Ort tätigen Abrissunternehmens Frings. Der Abfall sei nicht so einfach zu entsorgen, berichtet er. „Wenn das reiner Fleischabfall wäre, ginge das schnell. Aber das ist ein Gemisch. Durch den Brandschaden sind auch gefährliche Stoffe im Plastik freigesetzt worden, die man nicht einfach verbrennen kann.“ Der Brandabfall müsse nun getrennt und genau analysiert werden. Und da fehlten noch zwei wichtige Analyse-Werte. Danach wisse man, wo genau es erlaubt sei, den Abfall zu deponieren oder zu verbrennen.

Bis zum Monatsende soll das Brandgrundstück aber geräumt sein, versichern das Abrissunternehmen und Peter Dornseifer, Geschäftsführer der Produktionsbetriebe. „Dann haben wir bis auf den Keller alles abgerissen und entsorgt.“ Leider hätten die Arbeiten zwischen den Feiertagen tatsächlich brachgelegen.

Bis zur Wiedereröffnung des beliebten Fleisch- und Wurstverkaufs an der Hausinger Straße werden sich die Kunden allerdings noch gedulden müssen. „Der Wiederaufbau an dieser Stelle ist für uns eine Option“, sagt Peter Dornseifer.

Allerdings werde das zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen. Planung, Genehmigung und Bauzeit dauerten so lange. Das Grundstück gehört der Firma Dornseifer.

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