Bereits ein Drittel der Flächen im Gewerbegebiet Am Solpert sind für Unternehmen reserviert.

WIRTSCHAFT
Ulrich Beul, Heike Schönfelder und Frank Schneider (v.l.) beim ersten Spatenstich. Archiv

Ulrich Beul, Heike Schönfelder und Frank Schneider (v.l.) beim ersten Spatenstich. Archiv

Anna Schwartz

Ulrich Beul, Heike Schönfelder und Frank Schneider (v.l.) beim ersten Spatenstich. Archiv

Langenfeld. Schon ein Drittel des neuen Gewerbegebiets „Am Solpert“ im Langenfelder Norden haben sich Unternehmen reservieren lassen. Es sind überwiegend Dienstleistungsfirmen und die meisten sind neu im Stadtgebiet. Das teilt die städtische Wirtschaftsförderung auf Anfrage mit.

Die Vermarkter städtischer Flächen legen sich ins Zeug, um möglichst viele Gewerbesteuerzahler ins Stadtgebiet zu holen, erläutert Referatsleiterin Heike Schönfelder: „Namen oder auch nur Branchen nennen wir nicht, aus Rücksicht auf die Interessenten.“

Spielraum für eine Senkung der Gewerbesteuer

Tatsächlich könnte die Stadt eine mögliche Senkung der Gewerbesteuer durch Neuansiedlungen abfangen. Sogar ein Einbruch von acht Millionen Euro ließe sich auf lange Sicht ausgleichen, schätzt Schönfelder.

Diese Marke kursiert verwaltungsintern für den Fall als Ziel, dass Langenfeld offensiv den Gewerbesteuersatz auf 300 Punkte senkt. Das wäre einer der niedrigsten Sätze im Kreis Mettmann, fast auf Monheimer Niveau. Bürgermeister Frank Schneider (CDU) bestätigt: „Das ist die Aufgabe für die Wirtschaftsförderung. Tatsächlich muss noch mehr rein kommen.“ Wenn Firmen sich bewerben, bevorzuge die Stadt diejenigen, die ein Plus an Arbeitskräften und Steuereinnahmen versprechen. Ziel sei es, wieder einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.

Stadt wirbt mit schnellen Datenleitungen

Langenfeld wirbt mit guter Verkehrsanbindung und schnellen Datenleitungen ins Internet. Die wichtigsten Flächen liegen derzeit am Solpert mit 32.000 Quadratmetern und in Reusrath Nord-West mit fast dreimal so viel Fläche. „Dort sind wir noch nicht so intensiv in die Vermarktung eingestiegen“, sagt Schönfelder. An dieser Stelle – nahe der Kölner Straße – komme ab Jahresende auch produzierendes Gewerbe in Frage.

Monheim wirbt mit der landesweit niedrigsten Gewerbesteuer. Seit 1. Januar gilt ein Satz von 285 Prozent.

In Langenfeld gelten 360 Prozent. Eine Senkung um 60 Punkte würde acht Millionen Euro kosten.

Bis dahin sollten sich am Solpert schon erste Gebäude zeigen. Laut Wirtschaftsförderung könnte das neue Gewerbegebiet ab Herbst bezogen werden.

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