Im neuen Jahr soll der Feuerwehr-Neubau starten. Etwa 18 Millionen Euro werden investiert.

Im neuen Jahr soll der Feuerwehr-Neubau starten. Etwa 18 Millionen Euro werden investiert.
Die Feuerwehr legte an der Oranienburger Straße selbst Hand an und fällte die Bäume, die für den Neubau der Wache weichen mussten.

Die Feuerwehr legte an der Oranienburger Straße selbst Hand an und fällte die Bäume, die für den Neubau der Wache weichen mussten.

Ralph Matzerath

Die Feuerwehr legte an der Oranienburger Straße selbst Hand an und fällte die Bäume, die für den Neubau der Wache weichen mussten.

Monheim. Von heute auf morgen waren sie weg: jahrzehntealte Ahornbäume vor der Monheimer Feuerwache, die das Bild der Oranienburger Straße mitprägten, und auch die Bäume, die noch stehen, werden demnächst gefällt. Die Feuerwache ohne die großen Bäume davor, das sieht trist aus. Aber es sind Vorboten, dass es 2017 mit dem Feuerwehr-Neubau losgeht, sagt Stadtsprecher Thomas Spekowius. Bis die Bagger kommen, dauere es noch einige Monate, aber wegen der Vogelschutzzeit müssten die Bäume bis Februar weg. „Das passiert jetzt peu à peu.“ Und die Feuerwehr fällt selbst – als Übung.

Insgesamt größer und moderner soll die neue Wache werden

Der Neubau ist seit Ende 2015 beschlossen, die Kosten betragen etwa 18 Millionen Euro. Insgesamt größer und moderner soll die Wache werden, der Platz auf dem Gelände maximal ausreizt werden. Auch die Fläche, auf der die Bäume standen, wird bebaut, sagt Torsten Schlender, Vizechef der Feuerwehr. Laut Plan soll es außerdem Stellplätze in einer Tiefgarage und vor dem neuen Gebäude geben – und an anderer Stelle auch Platz für neue Bäume.

Der Aus- und Neubau ist laut Brandschutzbedarfsplan nötig. Darin steht, wie die Infrastruktur sein muss, damit die Feuerwehr effektiv arbeiten und die Menschen in der Stadt schnellstmöglich retten kann. Das derzeitige Gebäude wird den Anforderungen baulich und funktional nicht mehr ausreichend gerecht, heißt es. Das Hauptgebäude ist mehr als 30 Jahre alt. In der Vergangenheit wurde es mehrfach erweitert und durch Container ergänzt. Es ist längst zu klein geworden für das Team und seine Aufgaben. Seitdem die Wache 1981 in Betrieb genommen wurde, hat sich das Personal mehr als verdoppelt. Früher waren hier mal 20 hauptamtliche und 35 ehrenamtliche Rettungskräfte stationiert, mittlerweile sind es 60 Hauptamtliche und 75 Ehrenamtliche. Dazu kommt auch ein größerer Fuhrpark. Die Räume reichen längst nicht mehr aus. „Die Situation ist desatrös“, sagt Schlender. Es fehlten Stellplätze in der Halle für Einsatzfahrzeuge, verschmutzte Einsatzkleidung hänge neben der Privatkleidung, die Werkstätten seien auf dem Stand von 1981.

Das oberstes Ziel ist die Sicherstellung des Wachbetriebs

Als der Baubeschluss im Planungsausschuss den Plan für den Neubau Ende 2015 verabschiedete, hieß es, in einem ersten Bauabschnitt soll zunächst die Hauptwache gebaut und dann 2018 bezogen werden. Dann soll der zweite Bauabschnitt folgen, und der in die Jahre gekommene Altbau abgerissen werden.

Das alles muss im laufenden Betrieb passieren. „Aber das lösen wir. Unser oberstes Ziel ist es, die Sicherstellung des Wachbetriebs. Das hat oberste Priorität“, versichert Schlender. Der Weg zum Neubau war übrigens ein langer für die neue Feuer- und Rettungswache. Zunächst sollte das alte Gebäude entkernt, ausgebaut und saniert werden. Dann wurde immer mehr klar: Ein kompletter Neubau muss her.

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