Dank eines Mentorenprogramms und vielen Praktika findet jeder Absolvent der Metzmacher-Schule eine Ausbildungsstelle.

Die Felix-Metzmacher-Schule ist stolz auf ihr Projekt, das Lehrer und Schulleiter 2007 angestoßen haben.
Die Felix-Metzmacher-Schule ist stolz auf ihr Projekt, das Lehrer und Schulleiter 2007 angestoßen haben.

Die Felix-Metzmacher-Schule ist stolz auf ihr Projekt, das Lehrer und Schulleiter 2007 angestoßen haben.

Anna Schwartz

Die Felix-Metzmacher-Schule ist stolz auf ihr Projekt, das Lehrer und Schulleiter 2007 angestoßen haben.

Langenfeld. Robin Hentschker hat im vergangenen Jahr seinen Abschluss auf der Felix-Metzmacher-Schule gemacht und ist seit dem 1. August Auszubildender im Fach Lebensmitteltechnik bei der Langenfelder Firma Dreidoppel. „Ich habe eine gute Wahl getroffen“, sagt der 19-Jährige auf einer Pressekonferenz, die am Dienstag alle zusammenführte, die sich um die vielen jungen Leute bemühen.

Robin verdankt seine Ausbildungsstelle in erster Linie der Kooperation von Dreidoppel mit der Schule. Er und Schüler, die derzeit noch die Klasse zehn besuchen, erzählten von ihren guten Kontakten zu Firmen und Handwerksbetrieben, durch die sie eine bessere Chance auf einen Ausbildungsplatz erhalten.

Möglich gemacht werden solche Aussichten durch ein Projekt, das 2007 an der Metzmacherschule begonnen und immer mehr vervollständigt wurde. Es wird von Lehrerin Marita Furthmann-Baur geleitet und von Schulleiter Rolf Schlierkamp mit aller Kraft unterstützt.

Fünf Berufspaten stehen Schülern und Schule ehrenamtlich zur Seite

Doch ohne fünf sogenannte Berufspaten wäre es nie zu einem Erfolg geworden. Die Paten waren früher in verantwortlichen Positionen tätig und unterstützen Schüler und Schule nun als Ehrenamtler.

„Es ist ein Mentorenmodell, das vor allem Schüler betreut, die in die Ausbildung wollen und von ihrem Elternhaus wenig unterstützt werden“, sagt Furthmann-Baur.

Die Felix-Metzmacher-Schule zeigt mit ihrem Modellprojekt, einer engen Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft, wo das duale Ausbildungssystem beginnt. Ab Jahrgangsstufe acht werden die Schüler Zug um Zug an das spätere Berufsleben herangeführt.

Da gibt es Berufsorientierungs-Camps, Wettbewerbe in Sport und Kunst, um die Persönlichkeit der Jugendlichen zu festigen, es werden Firmen-Patenschaften geschlossen, dank derer die Schüler Praktika in den verschiedensten Berufsfeldern machen können.

Tipps für ein gutes Bewerbungsschreiben

Nicht selten finden sie dabei Gefallen an dem Beruf und bewerben sich erfolgreich um einen Ausbildungsplatz. Die fünf Berufspaten haben kleine Schülergruppen um sich geschart, um ihnen Ratschläge zum Beispiel für Bewerbungsschreiben zu geben. „Das Bewerbungstraining wird gut angenommen“, berichtet einer von ihnen.

Jedes Jahr wird in der Schule ein Berufsorientierungstag für die Klassen acht und neun veranstaltet, zu dem Firmen unterschiedlicher Branchen kommen und den 15- und 16-Jährigen einen Einblick in verschiedene Berufe vermitteln.

Das Ergebnis all dieser Bemühungen ist bemerkenswert, wie der Schulleiter mit berechtigtem Stolz sagt: „In den vergangenen beiden Jahren hat jeder unserer Schüler einen Ausbildungsplatz erhalten oder kann eine weiterführende Schule besuchen.“

Bürgermeister Frank Schneider fühlt sich der Schule besonders verbunden, „weil Lehrer wie Berufspaten außerordentliche Leistungen vollbringen.“ Und er kündigt den Aufbau eines Netzwerkes an, an dem sich alle Schulen, große Firmen und Handwerker beteiligen sollen.

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