Viel Prominenz versammelt sich am Samstag zur Unesco-Gala in Düsseldorf. Sie läuft über einen roten Teppich aus Langenfeld.

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Helmut Hermanns (rechts) spendet den roten Teppich für die Unesco-Gala in Düsseldorf. Mit Sohn Jörg (links) betreibt er ein Teppichgeschäft.

Helmut Hermanns (rechts) spendet den roten Teppich für die Unesco-Gala in Düsseldorf. Mit Sohn Jörg (links) betreibt er ein Teppichgeschäft.

Anna Schartz

Helmut Hermanns (rechts) spendet den roten Teppich für die Unesco-Gala in Düsseldorf. Mit Sohn Jörg (links) betreibt er ein Teppichgeschäft.

Langenfeld. Wenn im Düsseldorfer Maritim-Hotel am Samstag die große Unesco-Gala zugunsten der Ärmsten in Afrika stattfindet, wird unter vielen Prominenten auch Michail Gorbatschow sein. Der ehemalige Präsident der Sowjetunion wird den „Support Award“ als Reformator des 20. Jahrhunderts aus der Hand von Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher, der auch die Laudatio hält, entgegennehmen.

Hermanns stiftete Teppich für Besuch der englischen Königin

Wie immer werden die geladenen Gäste über einen roten Teppich ins Maritim schreiten. Mit diesem Teppich aber hat es eine besondere Bewandtnis: Er kommt aus Langenfeld und wurde von Helmut Hermanns gestiftet, der zusammen mit Sohn Jörg ein Teppich-Center an der Hans-Böckler-Straße im Industriegebiet Fuhrkamp betreibt. Als Dankeschön wurden die Beiden eingeladen. „Das ist natürlich eine Freude und eine Ehre zugleich für uns“, sagt Helmut Hermanns und berichtet, wie die Sache zustande gekommen ist.

Das Unesco-Team um Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven erinnerte sich an Hermanns als langjährigen Förderer der Kinderkrebsklinik in Düsseldorf. Er hatte bereits beim Besuch der englischen Königin Elisabeth II., die 2004 bei ihrer Rundfahrt durch Deutschland auch der Heinrich-Heine-Universität und deren Kinderkrebsstation eine Visite abstattete, den roten Teppich gestiftet.

„Da kam mir die Idee, nach dem Besuch der Majestät einen Teil des Teppichs in Stücke zu schneiden und Sponsoren anzubieten, ein Stück zugunsten der Kinderkrebsklinik zu erwerben“, erzählt Hermanns, der damals 15 Bilderrahmen kaufte. Diese legte er mit jeweils einem Teppichstück aus und passte ein Foto von der Königin ein, das sie beim Besuch der Universität zeigt.

Enge Zusammenarbeit mit Ute-Henriette Ohoven

Die Aktion wurde zu einem Riesenerfolg: Die verkauften Teppich-Bilder mit der Queen erbrachten 12 300 Euro. Seit 30 Jahren setzt sich Hermanns für verschiedene Aktionen und Projekte für krebskranke Kinder ein – darunter mehrere Jahre lang auch in enger Zusammenarbeit mit Ute-Henriette Ohoven. So fanden die ersten fünf von ihr veranstalteten Bälle zugunsten der Kinderkrebshilfe statt.

Mit dem damaligen Leiter der Kinderkrebsstation, dem inzwischen in Hilden im Ruhestand lebenden Doktor Ulrich Göbel, wurde auch der Gedanke vom Aufbau eines Knochenmarkspende-Registers geboren, das in Düsseldorf geführt wird und inzwischen mit Registern in aller Welt vernetzt ist.

„Konnten vor 30 Jahren nur 20 bis 25 Prozent der Kinder von Leukämie geheilt werden, liegen die Heilungschancen heute bei 80 Prozent“, sagt Hermanns stolz. „Unser Einsatz hat sich gelohnt.“ Die von ihm initiierten Aktionen haben allein in Langenfeld und in der näheren Umgebung mehr als zwei Millionen Euro erbracht.

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