Die Bebauung des Innenstadtgeländes wird neu ausgeschrieben.

Die alte Feuerwache wird abgerissen, genauso wie Stadtwerke und Verbandswasserwerk.
Die alte Feuerwache wird abgerissen, genauso wie Stadtwerke und Verbandswasserwerk.

Die alte Feuerwache wird abgerissen, genauso wie Stadtwerke und Verbandswasserwerk.

Archiv

Die alte Feuerwache wird abgerissen, genauso wie Stadtwerke und Verbandswasserwerk.

Langenfeld. Es kommt Bewegung in die Innenstadt: Die Planungen für das „letzte Filetstück der Innenstadt für Wohnbebauung“, wie die Stadtverwaltung das Grundstück von alter Feuerwache, Stadtwerke und Verbandswasserwerk nennt, schreiten voran. Denn im Herbst steht laut Stadtplaner Stephan Anhalt der Umzug der Stadtwerke an die Elisabeth-Selbert-Straße an. Zum Ende des Jahres könnten dann die leer gewordenen Gebäude abgerissen und im weiteren Schritt Wohnhäuser auf dem 1,6 Hektar großen Gelände gebaut werden.

Umzug verzögert sich – am neuen Gebäude muss angebaut werden

Schon Ende 2012 hatten die Stadt- und Verbandswasserwerke umziehen wollen, um ihren bisherigen Standort für den Abriss freizugeben. Doch der Umzug an die Elisabeth-Selbert-Straße in das Gebäude, in dem RWE einige Etagen belegt, verzögerte sich. Grund dafür waren laut Bürgermeister Frank Schneider zu hohe Kosten für einen Anbau an der Elisabeth-Selbert-Straße – denn um die Mitarbeiter am neuen Standort unterzubringen, muss erweitert, der Sozialtrakt vergrößert, ein Lager gebaut und Parkraum geschaffen werden. Eine Ausschreibung für den Anbau habe es zwar gegeben, die Baukosten seien aber zu hoch gewesen. Die Stadtverwaltung entschied sich dafür, erst einmal abzuwarten und erneut auszuschreiben. Das habe nun geklappt, so Stephan Anhalt.

Wegen der Verzögerungen des Umzugs muss laut Anhalt nun auch der Teilnahmewettbewerb von Investoren für das freiwerdende Gelände wiederholt werden. „Dabei werden die Zulassungsvoraussetzungen von Investoren überprüft. Wir prüfen, ob ein Investor, der sich für das Gelände interessiert, fähig und in der Lage ist, so ein Projekt zu schultern“, erläutert Anhalt das Verfahren. Erst wenn dieser Schritt abgeschlossen sei, legen die Kandidaten Entwürfe vor.

Vorgaben: altersgerecht, barrierefrei, klimaschonend

„Diese müssen sich natürlich an den städtebaulichen Rahmenbedingungen orientieren, die die Politik vorgegeben hat“, sagt Anhalt. Die Stadtverwaltung hat mit ihrem Konzept einem potenziellen Investor mehrere Vorgaben an die Hand gegeben. So sei es wichtig, altersgerechte, barrierefreie Wohnungen, Freiflächen für einen Quartierscharakter mit Aufenthaltsqualität zu schaffen sowie für klimaschonende Wärme- und Energieversorgung zu sorgen. Das Quartier solle unter energetischen Gesichtspunkten ein „Leuchtturmprojekt“ in der Stadt darstellen, heißt es in dem Entwurf der Stadtplaner.

Wegen der guten Erschließung über die Straßen In den Griesen, Richrather Straße und Langforter Straße besteht laut Stadtplanern die Möglichkeit, Autos aus dem Quartier herauszuhalten. Sie sollen nur zum Be- und Entladen hineinfahren. Laut einem ersten Entwurf, den die Stadtverwaltung zur Veranschaulichung ausgearbeitet hatte, wären 100 Wohneinheiten möglich – Reihenhäuser oder Doppelhaushälften.

Zuletzt hatten Grüne und SPD sich an der Auswahl der Wohnformen im beispielhaften Entwurf der Stadtverwaltung gestoßen. „In Innenstadtnähe sind Mehrfamilienhäuser viel wichtiger“, hatte Günter Herweg gesagt. Joachim Herzig (SPD) sprach sich gegen den Vorschlag aus, im Randbereich Stadtvillen zu bauen. „Es sind nur Entwürfe, die zeigen sollen, was möglich ist“, beruhigte die Stadtverwaltung: „Wir vertrauen auf die Kreativität der Investoren, die dann Vorschläge unterbreiten.“ Die Politiker stimmten der Rahmenplanung schließlich mehrheitlich zu – die SPD enthielt sich.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer