Mehrals 120 Unterschriften sammelten Anwohner gegen die geplante Baustellenzufahrt.

Anwohner Thomas Rosenke befürchtet, dass der Schwerlastverkehr Lärm und Schmutz bringen wird.
Anwohner Thomas Rosenke befürchtet, dass der Schwerlastverkehr Lärm und Schmutz bringen wird.

Anwohner Thomas Rosenke befürchtet, dass der Schwerlastverkehr Lärm und Schmutz bringen wird.

Ralph Matzerath

Anwohner Thomas Rosenke befürchtet, dass der Schwerlastverkehr Lärm und Schmutz bringen wird.

Langenfeld. Rund um die „Alte Schulstraße“ in Langenfeld formiert sich Protest. Anwohner dieser verkehrsberuhigten Wohnstraße befürchten, dass sie zwei Jahre lang Baustellverkehr werden ertragen müssen, der durch die 30 Millionen Euro teure Großbaustelle auf dem Gelände der LVR-Klinik entstehen wird. Auch wenn es offiziell noch nicht bestätigt wird, deute vieles daraufhin, dass die „Alte Schulstraße“ als An- und Abfahrt für die Baustelle auf dem Klinikgelände längst beschlossene Sache sei.

Antrag für die nächste Sitzung formuliert

Andreas Menzel, Ratsherr der BGL, ist angesichts widersprüchlicher Aussagen, die er bei Stadtverwaltung und Klinikleitung bekommen hat, davon überzeugt. Er hat bereits einen Antrag für die nächste Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses formuliert.

„Die Stadtverwaltung findet mit dem LVR eine Lösung, so dass die Anbindung der geplanten Großbaustelle über das Gewerbegebiet Albert-Eintein-Straße erfolgt, damit die Wohngebiete rund um die Alte Schulstraße nicht mit Baustellenverkehr belastet werden.“ Dieselbe Forderung haben bereits 120 Anwohner rund um die Straße unterschreiben.

Wolfgang Honskamp, Referatsleiter für Umwelt, Verkehr und Tiefbau im Langenfelder Rathaus, versichert, dass noch nichts entschieden sei. „Es hat noch keine konkreten Gespräche diesbezüglich mit der Klinikleitung gegeben“, sagt er. „Wir erwarten in Kürze ein Konzept, das die An- und Zufahrt zu dem neuen Gebäude regeln soll.“ Auch Honskamp ist der Meinung, dass die Wohngebiete weitestgehend vom Baustellenverkehr frei gehalten werden sollen.

Thomas Rosenke, der am Wieselweg, einer Seitenstraße der „Alten Schulstraße“ wohnt, befürchtet, dass der Schwerlastverkehr Lärm und Schmutz bringen wird. „Auch wird die kleine Straße diesem Verkehr gar nicht gewachsen sein“, denkt er über mögliche Folgekosten nach.

Neubau auf dem Gelände der Langenfelder LVR-Klinik der Abteilungen Allgemeine Psychiatrie und Suchtkrankheiten (144 Betten) bis Ende 2016.

Das Hochhaus, in dem die Abteilungen heute untergebracht sind (240 Betten), wird nach dem Bau des neuen Hauses abgerissen.

Der Neubau des Klinikgebäudes beginnt dann Mitte 2015.

Bei der LVR-Klinik zeigt man Verständnis für die Befürchtungen der Anwohner. „Doch noch können wir nichts sagen“, beschreibt Robert Hessel, Leiter der Technischen Abteilung der LVR-Klinik, den Status quo. Derzeit würden vier Varianten geprüft. „Drei davon betreffen die Zufahrt über die Albert-Eintein-Straße, eine die Zufahrtsmöglichkeit über die Alte Schulstraße“.

Die Ergebnisse will die Klinikleitung zuerst mit der Verwaltung besprechen. „Die Zusammenarbeit der LVR-Klinik mit der Stadt ist traditionell außerordentlich gut. Nur darf der Baustellenverkehr die Anwohner nicht über die Gebühr belasten, wenn es eine andere Lösung geben kann“, so der BGL-Fraktionsvorsitzende Gerold Wenzens.

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