Das Briefzentrum Langenfeld/Düsseldorf ist das drittgrößte in Deutschland. Insgesamt sind dort etwa 700 Mitarbeiter beschäftigt.

Das Briefzentrum Langenfeld/Düsseldorf ist das drittgrößte in Deutschland. Insgesamt sind dort etwa 700 Mitarbeiter beschäftigt.
Briefzentrumschef Werner Berghüser (l.) hieß mit Mitarbeiter Viktor Bischof rund 60 Geschäftskunden für einen Rundgang willkommen.

Briefzentrumschef Werner Berghüser (l.) hieß mit Mitarbeiter Viktor Bischof rund 60 Geschäftskunden für einen Rundgang willkommen.

Matzerath

Briefzentrumschef Werner Berghüser (l.) hieß mit Mitarbeiter Viktor Bischof rund 60 Geschäftskunden für einen Rundgang willkommen.

Langenfeld. Die Leute schreiben sich weniger Briefe. 16 Prozent, um diesen Wert ist das Aufkommen, das die Deutsche Post DHL im Tagesdurchschnitt bearbeitet, in den vergangenen zehn Jahren zurückgegangen. Dass sie bei jetzt deutschlandweit 59 Millionen Sendungen am Tag aber immer noch gut zu tun hat, das konnten jetzt etwa 60 Geschäftskunden und -partner der Post im Briefzentrum Langenfeld/Düsseldorf an der Elisabeth-Selbert-Straße erleben: In der anderthalb Fußballfelder großen Halle laufen in Spitzennächten immer noch rund vier Millionen Briefsendungen ein und aus. Etwa 500 Menschen arbeiten hier, im Verwaltungsgebäude nebenan circa 200.

In den nächsten Jahren soll auf Elektro-Autos umgestellt werden

Anlass der Führung war ein runder Geburtstag: Vor 20 Jahren wurde das Briefzentrum eröffnet. „Es war der Startschuss für ein neues Gewerbegebiet (Fuhrkamp) und die Keimzelle der Entwicklung Langenfelds zur Boomtown“, sagte Bürgermeister Frank Schneider. Auch für die Post war 1997 ein Schwellenjahr, wie Werner Berghüser, Niederlassungsleiter Brief für die Postleitzahlenbereiche 40, 41 und 42 (Mönchengladbach bis Wuppertal), unterstrich: „Wir wurden die modernste Post der Welt.“ Nach Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen 1993 wurden die bundesweit 249 Verteilstationen zu 82 Briefzentren zusammengelegt. Langenfeld/Düsseldorf war das größte – heute ist es Nummer drei in Deutschland.

Bis zu 45 000 Briefsendungen pro Stunde Bearbeitungskapazität an einer Maschine – für die Post war das ein Mega-Schritt nach vorn. Maschinen-Bearbeitungsquote: 92 Prozent. „Inzwischen“, sagt Berghüser, „sind es 97 Prozent“ – dank weiterer dreistelliger Millionen-Investitionen in Aufstellmaschinen mit fluoreszierender Strichcode-Technik, integrierter Anschriftenlese- und Videocodiermaschinen, Gangfolgesortiermaschinen und weiterer Anlagen. „Diese hier sortiert die Briefe nach den 240 Leitregionen“, erklärte Service-Mitarbeiter Henry Trumpa, die Kunststoffkisten im Blick, die auf Rollbändern von Maschine zu Maschine düsen, bis sie schließlich in einem der Lieferwagen landen. Ein Elektro-Auto gehört in Langenfeld noch nicht zum Fuhrpark, aber bis 2022 will Berghüser die Umstellung bei der Zustellung in seinem Bereich geschafft haben. „Street-Scooter“ nennt sich das Produkt, mit dem die Post zusammen mit einem Start-up der RWTH Aachen und Ford unter die Autobauer gegangen ist.

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