Die Sanierungsarbeiten an der Bergischen Landstraße haben Auswirkungen bis in die Innenstadt. Tiefbauamtsleiter Wolfgang Honskamp appelliert: Weiträumig umfahren!

verkehr
Der Blick von der Hardt in Richtung Innenstadt: Die Baustelle (links) mit Sperrungen hat die Situation noch verschärft.

Der Blick von der Hardt in Richtung Innenstadt: Die Baustelle (links) mit Sperrungen hat die Situation noch verschärft.

Anna Schwartz

Der Blick von der Hardt in Richtung Innenstadt: Die Baustelle (links) mit Sperrungen hat die Situation noch verschärft.

Langenfeld. Wolfgang Honskamp ist in diesen Tagen nicht zu beneiden. Der Tiefbauamtsleiter weiß kaum noch, wie er die Rückstaus in der Innenstadt verhindern soll. „Es ist eine Katastrophe“, sagt er. Dabei kann Honskamp gar nichts für die Misere. Verursacher ist eine Baustelle des Landesbetriebs Straßen NRW. Der saniert die Bergische Landstraße. Der Ortsausgang ist nur einspurig befahrbar. Außerdem sind die Anschlussstellen zur A 542 gesperrt.

Die ersten Tage haben vor allem eines gezeigt: Die Bauarbeiten wirken sich auch auf Nebentrassen aus. „Das Problem ist, dass viele unserer Straßen ohnehin schon an der Belastungsgrenze sind. Jetzt droht der Kollaps“, sagt Honskamp und resümiert fast schon deprimiert: „Eine kleine Stellschraube wirkt sich großräumig aus.“

Baustelle des Landesbetriebs, aber die Bürger rufen im Rathaus an

Als ein Beispiel nennt er eine Situation vom Montagabend im Berufsverkehr. „Da staute sich der Verkehr von Höhe Rathaus bis zum Berliner Platz. Doch nicht nur die B 229 war zu. Die B 8 war ebenfalls arg belastet. Und bei der Hardt kann ich nur noch appellieren: Bitte, wann immer möglich, meiden!“

„Zwar ist es eine Baustelle des Landesbetriebes, aber die Leute rufen bei uns an und beschweren sich“, sagt Andreas Voss, Sprecher des Rathauses.

„Die Stadtverwaltung hatte, obwohl nicht für die Maßnahme verantwortlich, in der vergangenen Woche ausführlich zu den veränderten Verkehrsführungen informiert und bereits in den Vor-Planungen durch den Landesbetrieb einige Nachbesserungen in der Verkehrsführung durchsetzen können“, heißt es in einer Stellungnahme aus dem Rathaus.

Die Sanierungsarbeiten von Straßen NRW werden voraussichtlich bis Anfang Dezember andauern. Die Bergische Landstraße ist zwischen Zur Schlenkhecke und dem Ortsausgang nur einseitig befahrbar. Außerdem sind die Anschlussstellen zur Autobahn 542 gesperrt.

Die ersten Tage der Baumaßnahme hätten gezeigt, dass es weiteren Nachbesserungsbedarf gibt, so dass weitere Vorschläge eingereicht wurden. „Da wir nicht Herr der Baumaßnahme sind, können wir dem Landesbetrieb nur weitere Anregungen wegen der angespannten Verkehrssituation geben. Wir hoffen aber, dass diese, wie schon im Vorfeld der Maßnahme, Berücksichtigung finden werden, um vor allem den Ausweichverkehr in den Wohngebieten in Grenzen zu halten“, sagt Bürgermeister Frank Schneider. Auf der städtischen Homepage gibt es ausführliche Hinweise für Ausweichmöglichkeiten.

www.langenfeld.de

Leserkommentare (7)


() Registrierte Nutzer