Briefträger wie Manfred Görries müssen wetterfest sein. Die Post hilft bei der Ausstattung.

Briefträger Manfred Görries ist bei jedem Wetter in seinem Zustellbezirk in Monheim-Mitte unterwegs.
Briefträger Manfred Görries ist bei jedem Wetter in seinem Zustellbezirk in Monheim-Mitte unterwegs.

Briefträger Manfred Görries ist bei jedem Wetter in seinem Zustellbezirk in Monheim-Mitte unterwegs.

Ralph Matzerath

Briefträger Manfred Görries ist bei jedem Wetter in seinem Zustellbezirk in Monheim-Mitte unterwegs.

Monheim. Es gibt nicht viele Jobs, in denen man noch wetterfester sein muss als in diesem. Hochseefischer zählen dazu, Polarforscher oder Sherpas im Himalaya. Aber sonst? Manfred Görries ist Briefträger in Monheim. Im Schnitt liefert er gut 1500 Sendungen am Tag aus. Natürlich auch bei Dauerregen, Graupelschauer, Eis und Schnee.

Ein Sturmtief wie „Egon“, das gestern über das Rheinland hinwegfegte, kann Manfred Görries nicht schrecken. „Wenn man richtig angezogen ist, dann kann einem eigentlich nichts passieren“, sagt der 54-Jährige. Sein Arbeitstag fängt gegen 7 Uhr im „Zustellstützpunkt“ an der Friedrichstraße an. Zwar sind die meisten Briefe, Postkarten und Prospekte, die aus dem Briefzentrum in Langenfeld geliefert wurden, dann schon vorsortiert, aber ein paar Sendungen müssen noch in die richtige „Gangfolge“ gebracht werden. Dann füllt Görries wie seine Postboten-Kollegen die Lasttaschen, schwingt sich auf sein Fahrrad und radelt los zu seinem Zustellbezirk in der Monheimer Stadtmitte, von denen es stadtweit 21 gibt.

Auch Eisglätte und Schnee hält den Monheimer nicht davon ab, der Kundschaft die Post zu bringen. „Ein paar Mal bin ich schon gestürzt, aber es ist immer glimpflich ausgegangen“, erzählt Görries, der seit 35 Jahren bei der Post ist.

„Grundsätzlich steht es dem Zusteller frei, zu passen, wenn ihm der Weg zur Haustür beziehungsweise zum Briefkasten zu gefährlich erscheint“, erklärt Rainer Ernzer, Pressesprecher der Deutschen Post: „Aber wenn es irgendwie geht, dann sieht der Briefträger schon zu, dass die Postsachen ihre Empfänger erreichen.“

In Monheim stehen 13 Fahrräder und zwei Tribikes zur Verfügung

Für einen sicheren Tritt stellt das Unternehmen seinen Mitarbeitern Schuhspikes zur Verfügung. „Die sind ruckzuck über die Schuhe gezogen und los geht’s.“ Die gelben Fahrräder, mit denen die Briefträger die Post ausfahren, haben ohnehin vergleichsweise breite Reifen mit tiefem Profil. Geländegängigkeit geht hier vor Tempo. „Noch besser bei Eis und Schnee sind natürlich Tribikes. Da ist ein Umfallen praktisch ausgeschlossen“, sagt Ernzer. Zwei solcher Dreiräder mit Elektroantrieb sind in Monheim im Einsatz. Sie fassen vier Kisten voll Postsendungen statt „nur“ drei wie ihre zweirädrigen Artgenossen, von denen die Post in Monheim 13 hat, davon acht E-Bikes. Hinzu kommen fünf Zustellwagen für Postboten, die zu Fuß gehen.

Bei der Kleidung schwört die Post auf die „Zwiebeltechnik“: Der Briefträger soll es Schicht um Schicht schön warm haben, aber natürlich auch nicht in Schweiß baden, wenn er auf Touren kommt. Wind- und wasserdichte Jacke und Hose gehören zur Ausstattung. „Es gibt auch Kollegen, denen genügen bei fünf Grad kurze Hosen“, sagt Ernzer.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer