Untere Landschaftsbehörde befürwortet 20 neue Stellplätze am Rande des Landschaftsschutzgebietes.

Die Stadt will 20 neue Parkplätze für die Besucher der Wasserburg Haus Graven schaffen.
Die Stadt will 20 neue Parkplätze für die Besucher der Wasserburg Haus Graven schaffen.

Die Stadt will 20 neue Parkplätze für die Besucher der Wasserburg Haus Graven schaffen.

Stefan Fries

Die Stadt will 20 neue Parkplätze für die Besucher der Wasserburg Haus Graven schaffen.

Langenfeld. Die Wasserburg Haus Graven hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich – abzulesen war dies nicht zuletzt auch an der Anzahl der Autos, die bei den Veranstaltungen rund um die Burg parkten. Ende April vergangenen Jahres sagte Bürgermeister Frank Schneider im WZ-Gespräch, das werde zunehmend zum Problem. Denn auch die Mitnutzung des Segelflugparkplatzes am Graf-von-Mirbach-Weg sei nur eine Übergangslösung gewesen.

„Viele ältere Besucher von Haus Graven haben Probleme, den 450 Meter langen Weg vom Segelflugplatz bis zur Wasserburg zu gehen“, sagte Schneider. Zudem habe es Beschwerden von Anwohnern über Wildparker gegeben.

Die Stadt will Abhilfe mit 20 Stellplätzen schaffen. In der Zwischenzeit sind mehrere Bauvarianten bereits der Unteren Landschaftsbehörde vorgestellt worden – sie muss dem Vorhaben zustimmen, weil der Bereich im Landschaftsschutzgebiet liegt. „Einige Varianten sind abgelehnt worden“, sagt Tiefbauamtsleiter Wolfgang Honskamp.

Wenn der Beirat zustimmt, muss das Grundstück erworben werden

Für eine letzte Variante stehen die Zeichen auf Realisierung nun jedoch ganz gut: Die Landschaftsschutzbehörde befürwortet den Bau von 20 Stellplätzen, weil es „im überwiegenden öffentlichen Interesse ist, dass die kulturelle Einrichtung Haus Graven bei Veranstaltungen auch für mobilitätseingeschränkte Personen uneingeschränkt möglich ist“.

„Von Im Schwanenfeld aus kommend führt rechts ein Stichweg ab. Dort sollen die Parkplätze gegenüberliegend voneinander entstehen“, erläutert Honskamp. So lägen sie am Rande des Landschaftsschutzgebietes und würden den geringsten Eingriff in die Natur darstellen. Zunächst jedoch muss der Beirat der Unteren Landschaftsbehörde, der am 16. Januar tagt, dem Bau zustimmen.

Insgesamt fünf Varian-ten hatte die Stadtverwaltung ausgearbeitet und der Unteren Landschaftsbehörde präsentiert. Darunter auch die Anordnung der Stellplätze links und rechts Im Schwanenfeld – diese Variante wurde jedoch abgelehnt. Vorstellbar wäre auch die Schaffung von Parkplätzen in der Nähe des Bolzplatzes auf städtischem Grundstück gewesen. „Das wäre dann aber wieder zu weit weg von der Wasserburg gewesen“, so Honskamp.

Und selbst dann gibt es noch eine Hürde: „Die Stadt muss das Land erwerben“, sagt Honskamp. Das Grundstück, auf dem gebaut werden soll, gehört einer Privatperson. Zurzeit laufen bereits Verhandlungen.

Fassade der Wasserburg soll bei Veranstaltungen beleuchtet werden

Zudem will die Stadt die Fassade der Wasserburg bei Veranstaltungen abends durch Scheinwerfer beleuchten lassen. „Dieses Vorhaben wird in einem separaten Verfahren mit artenschutzrechtlicher Prüfung abgewickelt“, heißt es von der Unteren Landschaftsbehörde. Die Genehmigung der Beleuchtung des Graf-von-Mirbach-Weges werde die Behörde widerrufen und gegebenenfalls den Rückbau der „nun nicht mehr erforderlichen Beleuchtungsanlagen fordern“.

Ob auf die Beleuchtung des Weges vom Segelflugplatz zu Haus Graven verzichtet werden könne, weiß Wolfgang Honskamp zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. „Die Beleuchtung wurde installiert, damit die Gäste von Haus Graven auf ihrem Weg zum Veranstaltungsort nicht stolpern“, sagt er. Wenn der Bedarf nach diesem Ausweich-Parkplatz nach dem Bau der 20 Stellplätze immer noch da sei, werde die Stadtverwaltung versuchen, die Beleuchtung „dann auch zu regeln“.

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