Wegen der Sanierung der Bergischen Landstraße fahren viele Pendler über Anliegerstraßen. Anwohner beschweren sich.

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Die Reusrather Straße gestern früh: Plötzlich ist sie stark befahren.

Die Reusrather Straße gestern früh: Plötzlich ist sie stark befahren.

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Die Reusrather Straße gestern früh: Plötzlich ist sie stark befahren.

Langenfeld. Kaum hat der zweite Sanierungsabschnitt der Bergischen Landstraße begonnen, kommt Unmut auf – und keineswegs nur bei Solingern. Jetzt melden sich die ersten Langenfelder zu Wort. Dabei wohnen sie gar nicht in direkter Nähe der Baustelle und sind auch nicht als Pendler betroffen – aber als Anwohner von Schleichwegen.

„Der Verkehr aus Leichlingen kommend sucht sich jetzt den Weg über diverse Anliegerstraßen in Reusrath, um weiter Richtung Langenfeld zu kommen“, schildert es ein Betroffener (Name der Redaktion bekannt).

Umwege über Reusrather Straße und Schulstraße

Demnach fahren die aus Leichlingen kommenden Fahrzeuge von der Trompeter Straße auf die Reusrather Straße und biegen nach etwa 500 Metern auf die Alte Schulstraße ab.

„Bei beiden Straßen handelt es sich um reine Anliegerstraßen, die Alte Schulstraße ist in Teilen sogar eine Spielstraße. Und jetzt kommt da diese Verkehrswelle“, lautet die Kritik.

Die Anliegerstraßen sind Tempo 30 Zonen, die Spielstraße darf mit maximal sieben km/h befahren werden. „Das interessiert natürlich keinen der Abkürzer. Tempo 50 wird als völlig normal erachtet, wenn es die Verkehrsdichte zulässt“, heißt es unter anderem in den Schilderungen.

An zwei Tagen hätten Anwohner im Kreuzungsbereich Reusrather Straße/Alte Schulstraße zwischen 7.30 und 8.15 Uhr jeweils etwa gut 200 Fahrzeuge gezählt.

Ein Lob haben die Anwohner für die Polizei: Die sei um 8 Uhr informiert worden und hätte bereits kurz danach kontrolliert. Die Beamten hätten sich sogar für den Hinweis bedankt – was wiederum die Anwohner verwundert: „Hat die Stadt die Polizei nicht darauf hingewiesen?“

„Selbstverständlich haben wir das. Und es wurde ausdrücklich auf die Nebenstrecken hingewiesen“, sagt Wolfgang Honskamp, zuständiger Tiefbauamtsleiter.

Auf Anfrage bestätigt Andreas Rother, ein Sprecher der Kreispolizei, dass es gerade zu Beginn regelmäßig kontrolliert werde.

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