Laut Stadtverwaltung lohnen sich Reparaturen nicht mehr. Nun werden an der Hausinger Straße für Verwaltung, Sanitär- und Sozialbereich 1,4 Millionen Euro investiert.

ausschuss
Der Betriebshof an der Hausinger Straße wird schon bald ein neues Gesicht erhalten.

Der Betriebshof an der Hausinger Straße wird schon bald ein neues Gesicht erhalten.

Anna Schwartz

Der Betriebshof an der Hausinger Straße wird schon bald ein neues Gesicht erhalten.

Langenfeld. Das bekannte rheinische Sprichwort „Et hätt noch schlimmer kumme könne!“ lässt sich mühelos auf den Langenfelder Haushalt 2011 anwenden. Vor allem durch eine Neuberechnung der Kreisumlage verringert sich das ursprünglich im Etatentwurf vom Dezember von Stadtkämmerer Detlev Müller genannte Defizit um insgesamt 4,37 Millionen Euro auf rund zehn Millionen Euro. Es wird aus der Rücklage, die die Stadt in den vergangenen Jahren gebildet hat, finanziert. Langenfeld bleibt damit schuldenfrei und behält seinen Gestaltungsspielraum – wie es sich andeutet – auch für die nächsten Jahre.

Damit war zugleich ein FDP-Antrag gegenstandslos geworden, in dem ein Konzept gefordert worden war, um eine künftige Kreditaufnahme zu verhindern. So wurde der Etat 2011 mit den Stimmen von CDU und FDP, gegen die Grünen und bei Enthaltung von SPD und BGL im Haupt- und Finanzausschuss gebilligt. Der Rat wird in seiner Sitzung am 29. März die endgültige Entscheidung treffen, doch dürfte sich bis dahin nichts Wesentliches mehr verändern.

Zusätzliche Stellen für Erzieherinnen und Brandmeister

Der Ausschuss beschloss bei zwei Stimmenthaltungen auch den Stellenplan 2011 in Höhe von 33,524 Millionen Euro. Die Personalkosten steigen damit um 365 000 Euro, da mit der Erweiterung der Kita Am Brückentor drei zusätzliche Stellen für Erzieherinnen eingerichtet werden. Außerdem müssen zur Deckung des Rettungsbedarfsplanes vier weitere Brandmeisterstellen – aus dem eigenen Nachwuchs – besetzt werden. Und eine neue Stelle im Referat Umwelt, Verkehr und Tiefbau wurde notwendig.

Bei den Beratungen über die Änderungsliste, die der Kämmerer vorgelegt hatte, fielen einige Positionen besonders ins Auge. So wurden die Mittel für die Unterhaltung der Straßen von 350 000 auf 750 000 Euro mehr als verdoppelt. Damit soll zur Beseitigung der Frostschäden durch den strengen Winter beigetragen werden. „Das ist im Interesse der Erhaltung der guten Infrastruktur unserer Stadt dringend nötig“, erklärte der Kämmerer, der nicht einmal sicher ist, „ob wir damit auskommen“.

Ein richtiger Investitionsbrocken von 1,4 Millionen Euro kommt mit dem Neubau des Verwaltungsgebäudes und des Sanitärbereichs im Sozialgebäude des Betriebshofs auf die Stadt zu. Nach langen und eingehenden Prüfungen kam das Gebäudemanagement zu der Überzeugung, dass sich Flickschusterei besonders im Sanitärbereich für die 80 Mitarbeiter des Betriebshofs nicht mehr lohne. Er bedarf nach 40 Jahren dringend einer Erneuerung. Bis 2012 soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein. Und was die Verbesserung des Winterdienstes betrifft, so sind eine Halle zur Lagerung von 600 Tonnen Streusalz und ein Lkw als Räumfahrzeug gemietet worden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer