Auf dem alten Mona-Mare-Gelände werden zwei Einrichtungen mit neun Gruppen entstehen. Zuerst wird gerodet.

Auf dem alten Mona-Mare-Gelände werden zwei Einrichtungen mit neun Gruppen entstehen. Zuerst wird gerodet.
Am ehemaligen Freibadgelände „Mona Mare“ in Monheim haben die Rodungsarbeiten begonnen.

Am ehemaligen Freibadgelände „Mona Mare“ in Monheim haben die Rodungsarbeiten begonnen.

Ralph Matzerath

Am ehemaligen Freibadgelände „Mona Mare“ in Monheim haben die Rodungsarbeiten begonnen.

Monheim. Im Mai 2016 hat der Rat der Stadt Monheim die Standorte für insgesamt vier neue Kitas festgelegt. Eine viergruppige und eine fünfgruppige Einrichtung sollen auf dem ehemaligen Freibadgelände des Allwetterbades entstehen. In den nächsten Tagen wird Wildwuchs gerodet. „Das muss vor der Schonzeit für brütende Vögel geschehen, die Ende Februar beginnt“, erklärt Andre Zierul, Geschäftsführer der Allwetter GmbH. Die städtische Tochter habe sich beim Verkauf des Areals an die Stadt verpflichtet, das Grundstück baureif zu übergeben.

16 Jahre hatte die Natur Zeit, sich das Gelände zurückzuholen. „Vor allem Brombeeren haben sich breitgemacht. Wir können das Gelände schon lange nicht mehr betreten“, erklärt Sandra Groß, Betriebsleiterin des Mona Mare. Auch die beiden gefliesten Becken – für Nichtschwimmer und Schwimmer – müssen ausgebaut werden. „Anfangs haben wir die Becken noch am Rande eisfrei gehalten, damit die Fliesen nicht zerdrückt werden“, sagt Groß. Als sich dann jedoch herausstellte, dass die aus Beton gegossenen Wannen undicht waren, habe man die Pflege eingestellt – zu aufwendig.

Die Beseitigung des massiven 10-Meter-Sprungturmes stelle eine gewisse Herausforderung dar, weil dies wegen der nahen Wohnbebauung möglichst erschütterungsarm erfolgen soll, erklärt Zierul. „Das Abbruchunternehmen muss dazu ein Konzept vorlegen.“ Erst wenn die Ausschreibungsergebnisse vorliegen, könne er sagen, was die Herrichtung des Geländes kostet.

Neue Kita-Pläne werden europaweit ausgeschrieben

Die Stadt teilt mit, dass abgesehen vom eigentlichen Gelände auch der Erdwall entlang der Köpenicker Straße von Vegetation befreit wird, weil die Straße für die Nord-Süd-Spange ausgebaut werden soll. Hierbei sollen zusätzliche Parkplätze geschaffen werden. Die Stadt plane, im Rahmen der neuen Nutzung neue Bäume anzupflanzen, ein Teil des alten Baumbestandes solle aber auch in das Kitagelände integriert werden.

Eine Entwurfsplanung für die Doppel-Kita liegt noch nicht vor. Das Vergabeverfahren für die Architektenleistung sei gerade angelaufen, berichtet Gebäudemanager Michael Lobe. Da der so ermittelte Architekt alle vier neuen Kitas planen soll, ist die Stadt zu einer europaweiten Ausschreibung verpflichtet, das Verfahren werde etwa sechs Monate in Anspruch nehmen. Fest steht nur, dass die Kita „Mona Mare West“ Ende 2018 fertig sein und der SKFM (Katholischer Verein für soziale Dienste) die Trägerschaft übernehmen soll. Außerdem muss, um neben der Kita (6500 Quadratmeter) auch die Moschee des Ditib-Vereins auf dem Areal realisieren zu können, noch ein geltender Bebauungsplan geändert werden. „Das Thema kommt im Mai in den Planungsausschuss“, so Stadtplaner Thomas Waters.

Am 14. Februar wird die neue Kita am Allwetterbad (Kurt-Schumacher-Straße) eröffnet, die nicht zuletzt wegen der Rodung des kleinen Wäldchens in der Nachbarschaft für Proteste gesorgt hatte. „Dann ziehen die ersten beiden Übergangsgruppen aus den evangelischen Kitas am Lerchenweg und der Grunewaldstraße um“, berichtet Simone Feldmann, Leiterin des Bereichs Jugend und Familie. Im März und April werden dann die beiden weiteren Gruppen bezogen.

Per Gutachten wurde nun eine neue Methode entwickelt, die Zuwächse an Kleinkindern zum einen jahrgangsscharf und zum anderen durch Zuzüge an den Bezugszeiten der Neubaugebiete orientiert zu ermitteln. Für die nächsten Jahre ergebe sich der Bedarf für einen weiteren Kita-Neubau in Baumberg und einen Ausbau vorhandener Einrichtungen in Monheim, so Bereichsleiterin Feldmann.

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