Der Bau der zentralen Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Familien wurde jetzt beschlossen.

Ende 2019/Anfang 2020 soll das Familienzentrum die Baulücke auf der Heinestraße schließen.  Repro: Stadt
Ende 2019/Anfang 2020 soll das Familienzentrum die Baulücke auf der Heinestraße schließen. Repro: Stadt

Ende 2019/Anfang 2020 soll das Familienzentrum die Baulücke auf der Heinestraße schließen. Repro: Stadt

Ende 2019/Anfang 2020 soll das Familienzentrum die Baulücke auf der Heinestraße schließen. Repro: Stadt

Monheim. Mit dem modernen Neubau des Moki-Familienzentrums entsteht an der Heinestraße 6 eine zentrale Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Familien. Kurse, Beratungen oder Infoveranstaltungen, die bisher an verschiedenen Stellen in der Stadt laufen, können dann gebündelt angeboten werden, freut sich Simone Feldmann, die im Rathaus für den Bereich Kinder, Jugend und Familie zuständig ist. Auch das Moki-Café (im Erdgeschoss) und diverse Fortbildungen für Fachkräfte finden dann dort ausreichend Raum.

Ort für Kurse, Beratungen oder Info-Veranstaltungen

Jetzt stellte Gebäudemanager Michael Lobe den Politikern in den Ausschüssen für Schule und Sport sowie im Jugendhilfeausschuss das Architekturkonzept des Düsseldorfer Büros Nagy vor. Beide Gremien trafen einstimmig den Baubeschluss für das sieben Millionen Euro teure Projekt. Fertigstellung ist voraussichtlich 2019/20.

Und so soll es aussehen: Klinker, Glas und Metall dominieren die Fassade des mehrgeschossigen Komplexes. Die um rund sechs Meter vorgezogenen, weißen Gebäudeteile werden dabei von einem anthrazitfarbenen Klinkerrahmen eingefasst. Bunte Lichtspiele beleben die großen Glasfronten. Den Architekten sei es gelungen, ein zeitgemäßes Haus zu entwerfen, dass sich aber dennoch an den Fassaden und an der Geschosshöhe der älteren Gebäude entlang der Heinestraße orientiere, erklärte Michael Lobe. Das sei ein schwieriges Unterfangen, weil das Grundstück mit der angrenzenden Bestandsbebauung aus den 1980er und 1990er Jahren „stark vorgegeben“ sei. Diese weise überwiegend Klinker- und Betonfassaden auf und sei vertikal gegliedert. Die Planer des Moki-Zentrums griffen diese Struktur zwar auf, entwickelten aber ein helles, lichtdurchflutetes mehrgeschossiges Haus mit lebendigen Akzenten.

Der Besucher trete zunächst in ein großzügiges Foyer. Rechts davon entstehe das Moki-Café, das einen separaten Eingang bekomme und somit auch außerhalb der Bürozeiten öffnen könne. Ein Aufzug mit Glaswänden bringe die Besucher vom Haupttreppenhaus in die oberen Etagen. Es erhalte nach hinten zum Garten eine Glasfassade. Im ersten Obergeschoss gebe es als Fortsetzung des Cafés eine kleine Empore. Dort seien Beratungs- und Gruppenräume untergebracht, unter anderem für den Bereich Kinderschutz.

Für den Neubau sollen Fördermittel beantragt werden

Die zweite und dritte Etage hätten eine ähnliche Struktur und breite Fluren sowie Glaslichtwänden. Alle Türen bekämen Seiten- oder Oberlichter. In der dritten Etage sitze beispielsweise die Familienhilfe. Die Dachetage sei als Staffelgeschoss angelegt. Janne Koch (Peto) zeigte sich nach dem Vortrag „erstaunt, wie schön sich ein modernes Gebäude in die Bestandsstruktur einfügt“ und lobte die Planung: „Sehr gelungen.“ Für den Neubau des Moki-Zentrums sollen Fördermittel im Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ beantragt werden. Gibt es vom Land bis Ende September 2018 keine verbindliche Zusage, will Monheim das Zentrum komplett aus eigenen Mitteln bestreiten und bauen.

Im Juni 2015 hatte der Rat das Konzept für ein Familienzentrum zur frühen Förderung und zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Familien beschlossen und die Verwaltung beauftragt, notwendige Vorplanungen zu veranlassen.

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