Verkaufsfläche soll auf 970 Quadratmeter erweitert werden.

Langenfeld. So schnell ändern sich die Verhältnisse: Lange Zeit hatte Langenfelds kleinster Stadtteil überhaupt keinen Lebensmittelmarkt, dann wurde 2009 ein Aldi-Discounter an der Ohligser Straße eröffnet, und nun steht sogar dessen Erweiterung an.

Um die Gänge zwischen Regalen und Tiefkühlboxen für die Kundschaft zu verbreitern, will das Unternehmen die Verkaufsfläche um etwa ein Fünftel von 800 auf 970 Quadratmeter erweitern. Die Stadtpolitiker stimmten jetzt im Planungsausschuss der entsprechenden Änderung des Bebauungsplans zu.

Auf Anraten von Planungsamtschef Stephan Anhalt hin wiesen die Parteien damit die Bedenken zurück, die im Dezember die Nachbarstadt Solingen und die Industrie- und Handelskammer geäußert hatten. Solingens Stadtdirektor Hartmut Hoferichter hatte in seiner Stellungnahme darauf hingewiesen, dass der Wiescheider Aldi mit großem Parkplatzangebot schon heute viele Kunden aus Solinger Geschäften abziehe. Auch Dr. Vera Jablonowski von der IHK kritisierte, dass ein in Wiescheid vergrößerter Aldi nicht nur auf eine wohnortnahe Versorgung der Langenfelder ausgerichtet sei.

Zudem sieht sie einen Widerspruch zum Langenfelder Einzelhandelskonzept, in dem eine Aldi-Erweiterung nicht vorgesehen gewesen sei.

Doch Anhalt zufolge hat das Gutachterbüro Dr. Jansen sowohl für die nächstgelegenen Langenfelder Supermärkte als auch für die in Solingen Umsatzrückgänge aufgrund der Aldi-Erweiterung von allerhöchstens 6,6 Prozentpunkten berechnet. Auch habe die Kreisverwaltung keine Einwände. mei

Leserkommentare (2)


() Registrierte Nutzer