Die Miniprojektbörse „Aktiv inklusiv“ wird mit 25 000 Euro ausgestattet.

Das Projekt „Monheim liest“ wurde durch das Programm „Aktiv zusammen leben“ finanziert.
Das Projekt „Monheim liest“ wurde durch das Programm „Aktiv zusammen leben“ finanziert.

Das Projekt „Monheim liest“ wurde durch das Programm „Aktiv zusammen leben“ finanziert.

Matzerath

Das Projekt „Monheim liest“ wurde durch das Programm „Aktiv zusammen leben“ finanziert.

Monheim. Ein Schwimmkursus für muslimsche Frauen, Telefonzellen, die unter dem Motto „Monheim liest“ zum öffentlichen Tauschplatz für Bücher zweckentfremdet werden, oder ein öffentlicher Streichelzoo auf dem Eierplatz – das sind nur einige der Projekte, die im Rahmen der Aktion „Aktiv zusammen leben“ von der Stadt in den vergangenen drei Jahren finanziert wurden. Das mit 10.000 Euro ausgestattete Programm diente dem Ziel, bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen. Mit bis zu 1000 Euro wurden Bürger oder Gruppen in die Lage versetzt, ihre Ideen eigenverantwortlich zu verwirklichen.

Jetzt soll das Programm zur Minibörse „Aktiv inklusiv!“ weiterentwickelt werden, wobei deren Finanzrahmen auf 25.000 Euro ausgeweitet werden soll. Außerdem soll sie noch stärker am gesamtstädtischen Inklusionsziel ausgerichtet werden und auf die vorhandenen Strukturen – wie den Aktionsplan „Stadt für alle“ und die damals eingerichteten Arbeitsgruppen (Bürgernetzwerk Inklusion) – zurückgreifen. Bereits beim Inklusionstag hatten sich die Arbeitsgruppen Gedanken über Kriterien für förderwürdige Projekte und das Antragsverfahren gemacht.

Die Tagungsteilnehmer hatten vorgeschlagen, dass nur solche Projekte gefördert werden sollen, die nachhaltig sind und das Miteinander fördern. Sie sollen dem Abbau von Ausgrenzungen und Barrieren dienen. Die Projekte sollten das Potenzial zu einer Verstetigung haben, also über Einzelaktionen hinaus wirken. „Anders als bei dem Programm ,Aktiv zusammen leben’ soll es hier keinen Maximalbetrag für Einzelprojekte geben“, sagt der erste Beigeordnete Roland Liebermann als zuständiger Inklusionsbeauftragter.

„Man könnte das Projekt nette Toilette wiederbeleben.“

Walter Klomp, Arbeitsgruppe „Öffentlicher Raum“

Grundsätzlich sollen alle Monheimer Bürger und Vereine antragsberechtigt sein. Er wolle sich im Januar an die Arbeitsgruppen des Netzwerks wenden und dafür werben, den Inklusionsplan nach Ideen zu durchforsten, die man jetzt mit den Mitteln der Stadt umsetzen könnte.

Die Stadt werde ab Mitte Januar die nötigen Förderrichtlinien erstellen. „Anträge sollen künftig an Gabriele Oesten-Burnus vom Inklusionsbüro gerichtet werden, die ja bereits die Nachbarschaftshilfe ,Hand in Hand’ betreut“, sagt Liebermann. Über die Vergabe entscheidet dann der bereits im Rahmen des Inklusionsprozesses verankerte „Runde Tisch Monheim inklusiv“. Die Gelder sollen in allen vier Quartalen zu gleichen Teilen vergeben werden, wobei nicht abgerufene Gelder dem jeweiligen Folgequartal zugeschlagen werden.

Walter Klomp, der der Arbeitsgruppe „öffentlicher Raum“ vorsitzt, hat auch schon eine Idee: „Man könnte das Projekt nette Toilette wiederbeleben.“ In Monheim und Baumberg gebe es zu wenig öffentliche Toiletten, das Örtchen im Rathaus sei wegen des Umbaus seit Monaten nicht zugänglich. „Man müsste auch mal Hinweisschilder installieren“, so Klomp. Seine Initiative, ein Internetcafé für ältere Bürger einzurichten, habe er nicht weiter verfolgt. „Im Rheincafé sind wir nicht untergekommen. Es hieß, die Stadt unterstütze uns, aber wir Ehrenamtler müssten aktiv werden.“

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