Satiremagazin erscheint Samstag.

Hilden. Dass ein weinender Prophet Mohammed die erste Ausgabe von „Charlie Hebdo“ seit dem Terrorangriff ziert, ist klar. Auch über andere Karikaturen in dem Heft sind viele längst informiert. Trotzdem fiebern die Menschen dem deutschen Erscheinungstermin am Wochenende entgegen. Die Chancen, dann eine Ausgabe in den Händen zu halten, sind begrenzt.

Keine Zusagen bezüglich der Menge

So können die Läden wie auch die Pressegroßhändler selbst keine definitiven Zusagen hinsichtlich des Datums und der Liefermenge machen. Der Grossist „Leverdy“ beliefert neben Köln und Leverkusen auch Langenfeld und Monheim.

„Es steht die Zahl von 500 Ausgaben für unseren Bereich im Raum. Aber sicher ist das nicht. Ebenso ist unklar, ob wir Charlie Hebdo wirklich am Samstag bekommen“, sagt Leverdy-Geschäftsführer Olaf Schneider.

„Wir haben schon etliche Kunden gehabt, denen wir eine Ausgabe reservieren sollten“, sagt Jürgen Boksch vom Zeitschriftenladen „Jackpot“. Gleiches gilt für viele Geschäfte in Hilden. Nur nützt die Reservierung natürlich wenig, wenn der Laden keine Exemplare bekommt.

Sehen, was in dem Magazin steht

Und so steht auch Kunde Jürgen Braatz ziemlich ratlos im Geschäft. Er hat zuvor noch nie „Charlie Hebdo“ gelesen, doch diese Ausgabe will er unbedingt haben. Selbst wenn sie in französischer Sprache ist (eine deutsche Fassung ist nicht geplant) und Braatz kein Französisch spricht. „Ich will sie zum einen aus Solidarität. Es ist so schrecklich, was in Paris passiert ist. Zum anderen will ich mit eigenen Augen sehen, was in dem Magazin steht.“ Ähnliche Motive dürften auch die Kunden von Ralf Nürrenberg bewegen, der ein Zeitschriftengeschäft in Hilden hat. „Mich haben schon so viele Leute gefragt.

Deshalb habe ich bei meinem Grossisten angerufen und um Informationen gebeten“, erzählt er.

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