Bundeswehr investiert 18 Millionen Euro in Standort.

Nach Kaserne sieht der neue Gebäudekomplex für das Ausbildungsmusikkorps in der Waldkaserne nicht aus: eher nach einem modernen Hochschul-Campus. Architekt Jochen König hat ein dreistöckiges Gebäudegeviert diagonal geteilt und die beiden Winkel auseinandergezogen. In der Mitte platziert er einen kubusförmigen Flachbau mit metallisch glänzender Außenhaut – das Herzstück der Anlage, die Probesäle mit Tonstudio. Knapp 18 Millionen Euro investiert die Bundeswehr in die neue zentrale Ausbildungsstätte für ihre Militärmusiker. „Das wird uns neue Möglichkeiten und ein neues Profil für die Militärmusik verschaffen“, ist sich Oberst Christoph Lieder, stellvertretender Leiter des Zentrums Militärmusik der Bundeswehr, bei der Grundsteinlegung sicher: „Das brauchen wir, um als Freiwilligenarmee qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen.“ Der Militärmusik-Campus in der Waldkaserne bietet mehr als 10 000 Quadratmeter Nutzfläche, unter anderem 140 Unterkunftsräume, die mit alten „Bundeswehr-Stuben“ allerdings nichts mehr gemein haben. 60 Einzelübungsräume und 34 Unterrichtsräume für unterschiedliche Anforderungen hat Architekt Jochen König vorgesehen. Das Wichtigste sei dabei die Schalldämmung und die Akustik. In Hilden hat die Bundeswehr künftig ein eigenes Tonstudio für professionelle Aufnahmen. Herausforderung für den Planer: „Die Lüftung darf nicht zu hören sein.“ Die angehenden Militärmusiker studieren parallel an der Robert-Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf. „Das ist der Kern unserer Ausbildung und diese Partnerschaft soll ausgebaut werden“, verspricht Christoph Lieder.

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