Künstler aus 17 Nationen treten erneut für den guten Zweck auf, unter ihnen Ani Choying. Die Nonne ist Nepals berühmteste Sängerin.

Symbolkräftige Herzen der Hilfe halten Heribert Klein, Birgit Alkenings, Heribert Bohnen und Ani Choying Drolma (v.l.) im Hinblick auf die Hildener Unicef-Gala in den Händen.
Symbolkräftige Herzen der Hilfe halten Heribert Klein, Birgit Alkenings, Heribert Bohnen und Ani Choying Drolma (v.l.) im Hinblick auf die Hildener Unicef-Gala in den Händen.

Symbolkräftige Herzen der Hilfe halten Heribert Klein, Birgit Alkenings, Heribert Bohnen und Ani Choying Drolma (v.l.) im Hinblick auf die Hildener Unicef-Gala in den Händen.

Ralph Matzerath

Symbolkräftige Herzen der Hilfe halten Heribert Klein, Birgit Alkenings, Heribert Bohnen und Ani Choying Drolma (v.l.) im Hinblick auf die Hildener Unicef-Gala in den Händen.

Hilden. Im 35. Jahr ihres Bestehens wartet die diesjährige Unicef-Gala in Hilden gleich mit mehreren Superlativen auf. Keine andere Gala für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen kann eine so lange Laufzeit vorweisen. Und in diesem Jahr werden die Erlöse der Unicef-Gala sowie der Aktion „Ein Herz für Unicef“ erstmals die 500 000-Euro-Grenze knacken. „Ein Reinerlös von mehr als einer halben Million Euro – das hat es bisher nie gegeben“, berichtete Organisator Heribert Klein erfreut, als er gestern gemeinsam mit Commerzbank-Manager Heribert Bohnen und Bürgermeisterin Birgit Alkenings Programm und Künstler vorstellte. Die Veranstaltung wird von der Stadt Hilden und der Commerzbank unterstützt.

Insgesamt traten in Hilden bereits 287 Sänger aus 97 Ländern auf

Am kommenden Wochenende, Samstag und Sonntag, treten Künstler aus 17 Nationen erneut für den guten Zweck auf. 35 Jahre Unicef-Gala: Für Organisator Heribert Klein, der die Veranstaltung 1982 aus der Taufe hob – damals noch als PR-Chef der Commerzbank für die Region Düsseldorf – ein Anlass für eine zufriedene Rückschau. „Es war anfangs gar nicht so einfach, interessante Künstler ins unbekannte Hilden zu locken“, erinnert er sich. Doch insgesamt traten in Hilden 287 teils weltberühmte Sänger aus 97 Ländern auf. Für Klein waren dies auch persönlich bereichernde Kontakte: „Ich habe Menschen kennengelernt, die ich ohne Unicef nie im Leben getroffen hätte“, sagt er. In diesem Jahr gehört Ani Choying dazu.

Die buddhistische Nonne ist zugleich Nepals berühmteste Sängerin sowie Botschafterin des Kinderhilfswerks. Sie zeigte sich zutiefst dankbar, dass Erlöse in Höhe von fast 200 000 Euro ihrem Heimatland zugute kommen. Sie schilderte in bewegenden Worten die dramatische Lage in Nepal, das erst am Montag von einem weiteren Erdbeben erschüttert wurde und die Folgen des verheerenden Bebens vom April 2015 noch immer nicht überwunden hat.

Vor allem die Kinder leiden: „Viele konnten nach dem Erdbeben ihre Schulausbildung nicht beenden“, erzählte Ani Choying in brillantem Englisch. Stattdessen müssen sich die Mädchen und Jungen darum sorgen, woher sie sauberes Wasser und die nächste Mahlzeit bekommen. Die Notlage der Kinder, von denen viele zu Waisen wurden, werde oft auch ausgenutzt. Kinderarbeit sei zum Beispiel die Folge.

Ani Choying wird bei der Unicef-Gala am Wochenende ebenfalls auftreten und ein Lied vortragen – ein wenig anders, als gewohnt, denn „meine Lieder sind eigentlich eher dazu geeignet, die Menschen zu beruhigen“, erzählt sie lachend. Für die mitreißenden Momente werden indes weitere Sänger sorgen. Elena Sancho Pereg zum Beispiel, Juanita Harris, David A. Tobin oder Stephanie Reese.

Besondere Gäste sind Chelsea Fontenel aus der Schweiz und Noel Andre Nunguana aus dem Kongo, der jetzt in Deutschland lebt – beide erfolgreiche Teilnehmer der Casting-Show „The Voice Kids“. Beide Galas sind bereits ausverkauft. Doch Heribert Klein macht noch Hoffnung: Wer eine Karte an der Abendkasse (das Stück für 30 Euro) kaufen will, könnte vielleicht noch Glück haben – denn oft werden in letzter Minute noch Tickets zurückgegeben. Nachfragen lohnt sich also. Und für eine Spende an das Kinderhilfswerk sei doch immer Gelegenheit.

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