Die bereits für den Herbst 2010 in Aussicht gestellten 252 498 Euro vom Land zum Ausbau der U3-Betreuung kommen jetzt.

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Andrea Lukaschewski, Leiterin der katholischen Kindertagesstätte St. Chrysanthus und Daria – hier mit (von links) Felix (2), Leonidas (2) und Mick (2) – hofft, dass im Sommer mit der Erweiterung ihrer Einrichtung begonnen werden kann.

Andrea Lukaschewski, Leiterin der katholischen Kindertagesstätte St. Chrysanthus und Daria – hier mit (von links) Felix (2), Leonidas (2) und Mick (2) – hofft, dass im Sommer mit der Erweiterung ihrer Einrichtung begonnen werden kann.

Stefan Fries

Andrea Lukaschewski, Leiterin der katholischen Kindertagesstätte St. Chrysanthus und Daria – hier mit (von links) Felix (2), Leonidas (2) und Mick (2) – hofft, dass im Sommer mit der Erweiterung ihrer Einrichtung begonnen werden kann.

Haan. Eigentlich sollten die Zuschüsse vom Land für den Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren längst nach Haan geflossen sein. Doch aufgrund des Regierungswechsels kann die Stadt erst jetzt – nach der Verabschiedung des Nachtragshaushalts 2010 des Landes – mit 252 498 Euro vom Landesjugendamt rechnen.

77 130 Euro davon erhält der Waldorf-Kindergarten an der Friedrichstraße. „Wir haben nur eine befristete Betriebserlaubnis bis zum 31. Juli für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren“, sagt Martina Hoffmann, Leiterin der kleinen Einrichtung, die aktuell 15 Kinder betreut.

Die Einrichtung braucht zum Beispiel einen Schlafraum für die Kleinen und hat derzeit nur einen provisorischen Wickeltisch. Durch Umbauarbeiten soll der benötigte Platz geschaffen werden. Das ändert aber nichts an der Zahl der betreuten Kinder. Die bleibt bei 15 Mädchen und Jungen.

Eine weitaus größere Baumaßnahme ist an der katholischen Kindertagesstätte St. Chrysanthus und Daria an der Breidenhofer Straße geplant. Dort hatten sich Leiterin Andrea Lukaschewski und ihre Kolleginnen auf einen Baubeginn im Herbst vergangenen Jahres eingestellt und ihre Planungen für das zweite Halbjahr 2010 entsprechend abgespeckt.

Nach dem Umbau werden auch Kinder unter zwei Jahren betreut

Nun hoffen sie, dass in den Sommerferien ihre Einrichtung umgebaut und um einen zweigeschossigen Kubus erweitert wird. „Wir wollen ab 2013 auch Kinder der Gruppenform II aufnehmen“, sagt Lukaschewski. Sprich: Sie und ihre Kollegen wollen dann auch zehn Kinder unter zwei Jahren beziehungsweise im Alter zwischen vier Monaten und drei Jahre betreuen.

440 000 Euro kosten die Umbauten innerhalb der Einrichtung, der 150 Quadratmeter Platz schaffende Anbau und die Umgestaltung des Außengeländes. 175 368 Euro bleiben nach Abzug des Zuschusses für den Waldorfkindergarten übrig.

„Wir haben in der vergangenen Woche beim Landesjugendamt die Gesamtfinanzierung geklärt“, sagt Dezernentin Dagmar Formella. Dort sei zugesichert worden, dass ein Bewilligungsbescheid über den Gesamtaufwand erlassen werde, wenn die Stadt die Maßnahme an der Breidenhofer Straße bis zum 15.  Januar meldet.

„Den Bescheid erwarten wir im ersten Quartal 2011“, sagte sie am Mittwoch im Jugendhilfeausschuss. Steht der Bau, können insgesamt 22 Plätze für Kinder unter drei Jahren in die Kindergartenbedarfsplanung einfließen.

Die sieht aktuell eine Bedarfdeckungsquote für Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren von 36 Prozent (Plätze in Kitas und in der Kindertagespflege). „Ein eher rechnerischer Wert“, wie Sozialamtsleiter Udo Thal hinzufügte, denn noch sind nicht alle geplanten Plätze auch eingerichtet worden.

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