Kreisverwaltung beobachtet den Bach und stimmt sich mit Wuppertal ab.

UMWELT
Die Düssel in Haan wird regelmäßig weißlich trüb. Jetzt ermittelt die Landschaftsbehörde nach der Ursache.

Die Düssel in Haan wird regelmäßig weißlich trüb. Jetzt ermittelt die Landschaftsbehörde nach der Ursache.

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Die Düssel in Haan wird regelmäßig weißlich trüb. Jetzt ermittelt die Landschaftsbehörde nach der Ursache.

Haan. Sorge um die Düssel: Vom Bachlauf nahe Gruiten berichten Anwohner und Besucher über eine unnatürlich wirkende, teils intensive Trübung des Wassers. Die Beschreibungen lauten mal „hell“ oder „milchig“, mal „weiß“. Anfang Januar riefen Bürger sogar die Feuerwehr zu Hilfe – zu Abhilfe führte es nicht.

Schwierigkeit für Ermittler: Trübung besteht nicht dauernd

Die Landschaftsbehörde ermittelt, bestätigt die Sprecherin der Kreisverwaltung, Daniela Hitzemann: „Wir haben mehrere Hinweise erhalten.“ Die Schwierigkeit für die Wasserfachleute der Behörde: Die Trübung besteht nicht dauernd, sondern wechselt in ihrer Intensität und verschwindet zwischendurch sogar ganz.

„Es könnte etwas mit Kalk zu tun haben“, sagt Hitzemann. Hintergrund: Bachaufwärts liegen Kalkwerke. Nach starkem Regen könnten von dort sogenannte Spülstöße mit trübem Wasser ausgehen. Das sei nur dann kein Problem, wenn es selten bleibe. Für das Gebiet der Kalkwerke ist die Wuppertaler Landschaftsbehörde zuständig. Die Kreisverwaltung hat deshalb die benachbarte Großstadt über die Düsseltrübung informiert.

Ende 2002 waren bei Gruiten 50 tote Wildfische in der Düssel gefunden worden. Die Ursache wurde nie geklärt.

» Wer an Gewässern ein vermeintliches Umweltproblem beobachtet, sollte das jeweilige Ordnungsamt anrufen – und im Notfall die Feuerwehr.

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