Everhardus Schakel schlägt die Ausstellungsstücke in Haan als Ziel vor.

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Experten für Steine: Everhardus Schakel (r.) mit Geologen aus der Region am geologischen Lehrpfad in Haan. Archiv

Experten für Steine: Everhardus Schakel (r.) mit Geologen aus der Region am geologischen Lehrpfad in Haan. Archiv

Experten für Steine: Everhardus Schakel (r.) mit Geologen aus der Region am geologischen Lehrpfad in Haan. Archiv

Stefan Fries, Bild 1 von 2

Experten für Steine: Everhardus Schakel (r.) mit Geologen aus der Region am geologischen Lehrpfad in Haan. Archiv

Haan. Everhardus Schakel ist immer wieder begeistert. „So einen geologischen Lehrpfad finden Sie in ganz Nordrhein-Westfalen nicht“, sagt der gebürtige Niederländer, Mineraloge und Leiter der Fotogruppe der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt (Agnu) Haan.

WZ-Aktion 20 Ziele, die man sehen muss

Schakel zeigt auf 32 Natursteine und Mineralien, die auf einer Mauer am Heinhauser Weg in Haan-Gruiten ausgestellt sind. „Auf diesen Gesteinsarten baut unsere Region auf“, sagt er. Kalkstein, Quarze, Quarzit, Erz- und Mineralvorkommen, Kieselschiefer, Grauwacke und nicht zu vergessen der Eulenkopf erzählen von längst vergangenen Zeiten.

„Vor 350 000 bis 380 000 Jahren war das hier eine Küstenregion“, sagt Frank Höhle. Der Vorsitzende des Vereins der Freunde der Mineralogie und Geologie hat mit seinen Vereinskollegen die sehenswerten Fundstücke für den Lehrpfad zur Verfügung gestellt. Kleine, grüne Schilder klären über die Herkunft der Steine und deren Alter auf.

Eine besonders exponierte Position an dem Weg nimmt der Eulenkopf ein. Der versteinerte Armfüßer ist ein sogenanntes Leitfossil des Mitteldevons. „Dieses Fossil lässt sich gut zur Altersbestimmung nutzen“, erläutert Helmut Lorenz, ebenfalls ein begeisterter Mineraloge. „Es ist schon etwas Besonderes, wenn man so einen Eulenkopf findet.“

Die Grauwacke hingegen – auch eines der Ausstellungsstücke – findet sich überall im Bergischen Land. Weil der Stein so witterungsfest ist, wurden und werden mit ihm Grundmauern und Brücken gebaut. Aber geprägt hat die Gegend vor allem der Kalkstein, der durch Meereslebewesen mit Kalkschalen entstanden ist.

Haben Sie Tipps aus Städten des Kreisgebietes, die einen Besuch lohnen? Dann beteiligen Sie sich an der gemeinsamen Aktion von WZ und Kreis Mettmann „20 Ziele im Neanderland, die man unbedingt gesehen haben sollte“. Orte, Plätze, Einrichtungen oder Gebäude dürfen dabei sein. Alle Einsender haben die Chance, einen tollen Preis zu gewinnen. Deshalb bitte den Namen und die Telefonnummer nicht vergessen. Senden Sie Ihre Vorschläge an: redaktion.kreis-mettmann@wz.de.
 

Der Lehrpfad mit den 32 Exponaten liegt am Heinhauser Weg in Haan-Gruiten. Er ist frei zugänglich. Infoblätter, die in Höhe des Hauses Heinhauser Weg 8 ausliegen, informieren über den Pfad.

Die Ausstellungsstücke haben Mitglieder des Vereins der Freunde der Mineralogie und Geologie, Bezirksgruppe Berg-Mark, gespendet.

Frank Höhle, Telefon 0202 /80 364.

www.vfmg-bergmark-wuppertal.de
 

„Die ausgestellten Steine hier, das ist die pure Natur“, sagt Everhardus Schakel. „An denen hat kein Mensch etwas verändert.“ Das fasziniere ihn so. „Und wer sich mit Natursteinen und Mineralien beschäftigt, der befasst sich unweigerlich mit der Erdgeschichte“, sagt er.

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