Kunden von auswärts sind vom Veranstaltungsort angetan. Behindertenbeirat lobt Verbesserungen.

Hilden
Die Hildener Stadthalle wurde 1978 eröffnet. Archiv

Die Hildener Stadthalle wurde 1978 eröffnet. Archiv

Dirk Thomé

Die Hildener Stadthalle wurde 1978 eröffnet. Archiv

Hilden. Die Stadthalle hat keine Dauerprobleme, sondern ist „gut in Schuss“, widerspricht Betreiber Holger Alzer der Kritik von Unicef-Gala-Besucherin Gaby Köster. Lauter als die Weltstars auf der Bühne sei nicht die Klimaanlage gewesen, sondern ein defekter, schwenkbarer Scheinwerfer einer Firma für Beleuchtungstechnik. Die Lüftung funktioniere einwandfrei. Das bescheinige auch der TÜV Rheinland nach seiner Überprüfung im Oktober.

Klimaanlage ist offenbar in Ordnung

Wenn sich der Saal wie bei der Unicef-Gala mit 800 Besuchern schnell aufheize, springe die Klimaanlage an: „Kalte Luft fällt nun mal nach unten. Das erzeugt den angesprochenen Luftstrom.“ Wenn 83 Autos gleichzeitig die Tiefgarage unter der Stadthalle verlassen wollten, leuchte das CO-Warnschild auf. „Das ist in jeder Tiefgarage so. Die Absaugung funktioniert einwandfrei“, betont Alzer: „Auch das hat der TÜV bestätigt.“

Überschwemmte Damentoiletten gebe es leider häufiger, wenn in einer Pause viele Frauen gleichzeitig das „stille Örtchen“ aufsuchten. „Auf den Damen-Toiletten ist der Papierverbrauch fünfmal höher als auf den Männer-WC“, sieht Alzer einen Zusammenhang mit verstopften Toiletten. Die Stadthalle sei zwar inzwischen 36 Jahre alt, aber „gut in Schuss“. Erst kürzlich habe er gemeinsam mit dem Behindertenbeirat die Barrierefreiheit in der Stadthalle (Aufzug, Behindertentoiletten, Belag auf Rampe zum Foyer) verbessert. Dafür hat sich Vorsitzender Klaus Dupke mit einem Schreiben ausdrücklich bedankt. Wie nehmen Besucher von außerhalb die Stadthalle wahr? Die Vereinigte Dienstleistungsgesellschaft Verdi hielt dort kürzlich ihre Bezirkskonferenz ab. „Wir sind ganz hervorragend empfangen worden“, ist Bezirksgeschäftsführerin Stephanie Peifer voll des Lobes: „Der Service war sehr gut. Alles war hervorragend organisiert. Die Mitarbeiter waren besonders freundlich und engagiert.“ Verdi kenne auch andere Hallen in der Region.

Verdi will auf jeden Fall wiederkommen

Die Stadthalle sei zwar nicht mehr ganz neu, könne aber mit ihrer Lage, den Parkplätzen und ganz besonders ihren engagierten Mitarbeitern punkten. Peifer: „Wir werden auf jeden Fall wiederkommen.“ Stefan Biggeleben genannt Heying mietet die Stadthalle seit Jahren für seine Ü30-/Ü40-Partys (Team Bigge) an: „Es gibt sicher moderne Hallen, aber die sind auch entsprechend teuer. Für unsere Gäste ist die Stadthalle Hilden wie ein Ausflug in die eigene Jugend. Das hat Charme.“ Die Stadthalle war 2012 an 115 Tagen belegt, 2013 an 71 Tagen und 2014 an 103 Tagen. Die Auslastung sei zurückgegangen, weil sich die Veranstaltungsszene geändert habe, erläutert Holger Alzer: „In Hilden fehlen uns Parkmöglichkeiten.“ Der Stadthallen-Betreiber, die Firma APM, verdient sein Geld nicht mit der Stadthalle Hilden, sondern mit der Organisation von Marktforschungsstudien für die Auto-Industrie weltweit. „Für unsere Warenmessen ist die Stadthalle Hilden inzwischen zu klein“, erläutert Geschäftsführer Holger Alzer: „Das wickeln wir quasi in der Mitsubishi Electric in Düsseldorf ab.“

17. September 1978, Baukosten rund 10 Millionen Euro Technik ausgeklügelte Hubtechnik für Bühnen und Wände.

2000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche. 2500 Besucher stehend finden Platz.

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