4,60 Euro pro Stunde mit Sachleistungen sind zu wenig.

Aktuell betreuen rund 60 Mütter und Väter (darunter zehn von außerhalb) als Tageseltern etwa 220 unter Dreijährige in Hilden. Es wird für die Stadt immer schwieriger, neue Tagespflegeeltern zu gewinnen, berichtet Noosha Aubel, Leiterin des Amts für Schule, Jugend und Sport. Ursache: Das gezahlte Pflegegeld von 4,60 Euro pro Stunde und Kind inklusive Sachleistungen ist vielen einfach zu wenig.

Tageseltern fordern eine Erhöhung. Umliegende Kommunen haben bereits reagiert und sich entschlossen, die Pflegedienstleistungen anzuheben, berichtet Aubel. In Erkrath, Heiligenhaus, Monheim und Neuss werden 4,50 Euro gezahlt, in Langenfeld wie in Hilden 4,60 Euro. Mit 6 Euro erhalten Tageseltern in Haan mit Abstand am meisten in der Region. Düsseldorf und Neuss hätten bereits entschieden, das Pflegegeld ab 1. August auf 5,10 Euro pro Kind und Stunde inklusive Sachleistungen zu erhöhen. In den Sachleistungen sind Pflegematerialien und Hygiene, Ausstattung und pädagogisches Material, Miete, Strom, Wasser, Heizung, Steuerberatung sowie Reinigung enthalten.

Tageseltern durch Erhöhung motivieren

Jugenddezernent Reinhard Gatzke schlägt der Politik vor, dem Beispiel von Düsseldorf und Neuss zu folgen und Tageseltern in Hilden ab 1. August ebenfalls 5,10 Euro zu zahlen: „Das wäre eine Erhöhung von 11,48 Prozent bei einer Betreuung von 35 Wochenstunden und ein Plus von 11,42 Prozent bei 45 Stunden Betreuungszeit.“ Das werde Tageseltern, die bereits für die Stadt arbeiten, bei der Stange halten und neue für diese Aufgaben motivieren, glaubt Gatzke. Stimmt die Politik der Erhöhung zu, würde das in diesem Jahr rund 66 000 Euro extra kosten.

Ab 2016 wären 160 000 Euro pro Jahr zusätzlich erforderlich. Beraten und entschieden werden soll über die Erhöhung des Pflegegeldes in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 11. Juni.

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