Bei einem möglichen Wechsel des Entsorgers soll ein Chaos beim Austausch vermieden werden.

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Die Abfuhr von Rest-, Bio- und Sperrmüll in Haan wird neu ausgeschrieben. Die Ausschreibung ist auf die Entsorgung beschränkt, denn die Stadt will sich eigene Tonnen anschaffen.

Die Abfuhr von Rest-, Bio- und Sperrmüll in Haan wird neu ausgeschrieben. Die Ausschreibung ist auf die Entsorgung beschränkt, denn die Stadt will sich eigene Tonnen anschaffen.

Archiv Ulrich Engers

Die Abfuhr von Rest-, Bio- und Sperrmüll in Haan wird neu ausgeschrieben. Die Ausschreibung ist auf die Entsorgung beschränkt, denn die Stadt will sich eigene Tonnen anschaffen.

Haan. Zum 1. April 2011 könnte es in Haan zu einem Entsorgerwechsel kommen. Die vergangenen Jahre hat die Firma Awista den Rest-, Bio- und Sperrmüll abgeholt. Weil der Vertrag mit dem Unternehmen auslief, musste die Stadt die Entsorgung neu und europaweit ausschreiben. „Das ist jetzt geschehen“, sagt der verantwortliche Bauverwaltungsamtsleiter Bernd Duske. Aktuell liegen die eingegangenen Unterlagen der Entsorger bei einem Beratungsbüro in Düsseldorf, das die Angebote auswertet.

„Das Ausschreibungsverfahren ist inzwischen so anspruchsvoll, dass wir dafür externe Unterstützung brauchen“, sagt Duske und fügt hinzu: „Wir rechnen nicht mit negativen Veränderungen bei den Abfallgebühren und wollen diese auch bei einem Wechsel des Entsorgers nicht im Laufe des Jahres anpassen.“

Die Anschaffung soll maximal 400 000 Euro kosten

Allerdings wird die Stadt dann über eigene Müllbehälter verfügen. „Entweder wir kaufen die zurzeit im Stadtgebiet verteilten Tonnen der Firma Awista, oder wir kaufen neue, sollten wir uns mit dem Unternehmen nicht einigen können“, sagt Duske. Maximal 400 000 Euro könnte dies die Stadt kosten. Darin ist auch die Verteilung und der Chip enthalten, mit dem jede Tonne ihrem Besitzer zuzuordnen ist.

„Nach dem dreimonatigen Chaos, das wir beim Austausch der gelben Tonnen erlebt haben, wollten wir dies ein zweites Mal vermeiden“, sagt Duske. Mit eigenen Gefäßen sei die Stadt unabhängig von den Entsorgern und konnte das Ausschreiben der Abfuhr auf die Entsorgung beschränken. Die Tonnen sind darin nicht mehr enthalten. „Damit wollten wir auch die Chancengleichheit erhöhen, denn da Awista die Tonnen gehören, würde das Unternehmen über einen Vorteil bei der Ausschreibung verfügen“, sagt Duske. Aus seinem Favoriten macht er kein Geheimnis: „Wir würden Awista gerne behalten, die Zusammenarbeit funktioniert gut.“

Geplant ist, dass der neue und alte Entsorger zum 1. April die Leerung der grauen und grünen Tonnen sowie das Abholen des Sperrmülls übernimmt. „Voraussetzung ist allerdings, dass es kein Vergabenachprüfungsverfahren gibt“, sagt der Fachmann im Rathaus. Sprich: Geht ein Bewerber um die Abfuhr gegen die Vergabe der Stadt gerichtlich vor, verzögert sich der Startschuss für den neuen Entsorger um ein halbes Jahr. „Aber dieses Problem ist lösbar“, sagt Duske: „Dann verlängern wir den Vertrag mit der Awista eben um drei Monate.“

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