Der Stadtentwicklungsausschuss einigte sich auf neuen Leitplan. Dieser soll auch Einsparpotenziale offenlegen.

Haan
Im Wohngebiet Hasenhaus in Gruiten wird derzeit ein neues Spielgelände gebaut. Archiv

Im Wohngebiet Hasenhaus in Gruiten wird derzeit ein neues Spielgelände gebaut. Archiv

Olaf Staschik

Im Wohngebiet Hasenhaus in Gruiten wird derzeit ein neues Spielgelände gebaut. Archiv

Etwa 50 städtische Spielplätze stehen Kindern und Jugendlichen nach Auskunft von Betriebshofsleiter Claus Hippel in Haan zur Verfügung. Hinzu kommen Spielflächen in privater Hand, für die die Stadt nicht verantwortlich ist. Nach langer Diskussion einigte sich der Stadtentwicklungsausschuss jetzt darauf, die städtischen Spielplätze in einem sogenannten Spielflächenleitplan zu erfassen. So soll beispielsweise die Größe und die Bestückung der Fläche mit Spielgeräten ausgewiesen werden.

Bericht der GPA bildete Hintergrund der Diskussion

Den Beschluss fällte die Mehrheit des Stadtentwicklungsausschusses nicht ohne Kritik, denn den Hintergrund der Diskussion bildeten auch der Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) und die Sparbemühungen im Grünflächenbereich. Die GPA hat bei der Pflege von Spiel- und Bolzplätzen ein Potenzial von 112 500 Euro ausgemacht, beim Straßenbegleitgrün eines von 147 000 Euro und beim Grünflächenmanagement einen „Erfüllungsgrad“ von 16 Prozent. „Dies zeigt, dass bei der Organisation und Steuerung ihrer Grünflächen noch ein großes Optimierungspotenzial“ bei der Stadt Haan bestehe, stellen die Autoren des GPA-Berichts fest.

Sparen bei Grünflächen umfasst nicht nur Spielflächen

Unter diesem Eindruck kritisierte Thomas Kirchhoff (FDP), dass die Stadtverwaltung die Pflege des Waldfriedhofs in Eigenregie weiter betreiben will, „ohne dass uns eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vorgelegt wurde, was die Beauftragung des Betriebshofs im Vergleich mit einem Fremdunternehmen kosten würde.“ Kirchhoff kritisierte auch, dass sich die Diskussion im Laufe der Sitzung zu stark auf das Thema Spielflächen fokussierte, es aber beim „Sparen bei Grünflächen“ um weitaus mehr Bereiche gehen müsse.

Hippel berichtete, dass sein Fachbereich derzeit an einer Standardisierung arbeite, die den Pflegeaufwand von Flächen untereinander vergleichbar mache. Ziel sei es, „die Anzahl von Flächen mit hohem Pflegeaufwand zu reduzieren.“ Das geht WLH-Fraktionschefin Meike Lukat nicht weit genug: „Die GPA NRW hat nach umfassender Prüfung dargelegt, dass Standards vom Bauhof nicht prüffähig erfasst wurden. Die WLH will dieses Sparpotenzial nutzen für den Neubau der Kita Bachstraße und die Grundschule Gruiten.“ Daher würden die bohrenden Fragen ihrer Fraktion weiter gehen, bis eine völlige Kostentransparenz des Bauhofs erfolge. „Wer von der GPA im Bereich Organisation und Steuerung von Grünflächen mit einem Erfüllungsgrad von nur 16 Prozent bewertet wurde, sollte doch endlich beginnen selbstkritisch zu sein und von sich aus Einsparpotenziale vorzulegen“.

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