Im vergangenen Jahr sind 50 000 Euro zum Erhalt einer der zwei hauptamtlichen Stellen eingegangen.

Jugendleiter Holger Berg und die ehrenamtliche Betreuerin Laura Heims (r.) mit Kindern beim Basteln.
Jugendleiter Holger Berg und die ehrenamtliche Betreuerin Laura Heims (r.) mit Kindern beim Basteln.

Jugendleiter Holger Berg und die ehrenamtliche Betreuerin Laura Heims (r.) mit Kindern beim Basteln.

Stefan Fries

Jugendleiter Holger Berg und die ehrenamtliche Betreuerin Laura Heims (r.) mit Kindern beim Basteln.

Haan. Diesmal war es knapp. „Erst Heiligabend gingen noch einmal viele private Spenden ein, so dass wir tatsächlich noch die 50 000 Euro erreicht haben“, sagt Hartmut Völker, erster Vorsitzender des CVJM Haan, sichtlich erleichtert. Dabei handelt es sich um die Spendensumme, die zum Erhalt einer zweiten hauptamtlichen Stellen in der Jugendarbeit nötig ist. „Mit den hauptamtlichen Mitarbeitern steht und fällt unsere Jugendarbeit“, macht Völker deutlich.

„Offenbar spricht sich unsere Arbeit herum. Viele, die sonst nicht spenden, haben in die Geldbörse gegriffen.“

Hartmut Völker, CVJM-Vorsitzender

Bereits zum siebten Mal war die Spendenaktion „Stark für die Jugend“ von Erfolg gekrönt, und die Streichung einer Stelle konnte abgewendet werden. „Dabei ist mir aufgefallen, dass es in diesem Jahr weniger große Spenden von Firmen und Unternehmen, sondern vor allem von Privatleuten waren“, sagt der CVJM-Vorsitzende.

 Die hohe Spendenbereitschaft gegen Ende des Jahres zeige ihm eines: „Offenbar spricht sich unsere Arbeit herum. Viele, die sonst nicht spenden, haben noch in die Geldbörse gegriffen.“ Denn Mitte November zeigte die Spendenuhr, die auf der Internetseite des CVJM Haan nachzuverfolgen ist, erst 38 000 Euro.

Was wäre passiert, wenn das Geld nicht zusammengekommen wäre? „Das Presbyterium würde jetzt nicht die Stelle kappen, wenn 2000 Euro fehlen. Außerdem haben wir auch noch ein kleines Polster aus Jahren, wo mehr zusammengekommen ist“, macht Hartmut Völker deutlich.

Dennoch: Ohne die zweite Stelle wäre die Jugendarbeit in diesem Umfang nicht möglich. „Die wöchentlichen Gruppen wären vermutlich eine Weile noch haltbar, aber die Freizeiten würden schnell darunter leiden.“

Einer der hauptamtlichen Mitarbeiter, deren Stelle gesichert ist, ist Jugendleiter Holger Berg. Zu seinem Aufgabengebiet gehört nicht nur die aufwendige Organisation der sechs Freizeiten. Er versteht sich und seine Kollegin Ute Lorenz auch als Multiplikator. „Ohne Ehrenamt wäre die Jugendarbeit ebenso wenig möglich. Unsere Aufgabe ist es insofern auch, immer wieder neue Helfer zu finden“, sagt Berg.

Dabei beobachtet er: „Wenn man junge Menschen anspricht, ob sie helfen wollen, sind sie engagiert und begeistert. Aber sie winken häufig ab, weil die Schule es nicht zulässt. Offenbar hat der Leistungsdruck oder der schulische Ehrgeiz zugenommen.“

Auch Kinder aus finanziell schwachen Familien sollen mit zur Freizeit

Nichtsdestotrotz: 36 Ehrenamtler helfen beim CVJM in der Jugendarbeit, fahren mit zu Freizeiten, leiten Gruppen. In diesem Jahr ist erstmals eine ökumenische Fahrt zum Katholikentag nach Mannheim geplant. Außerdem steht das Oldiesegeln ab 18 Jahren auf dem Programm, genauso wie Sommerfreizeiten nach Holland, Korfu und Schweden. Kinder von neun bis zwölf Jahren kommen im Herbst bei der Freizeit in Waldbröl auf ihre Kosten.

„Wichtig ist uns, dass der finanzielle Aspekt kein Grund sein soll, nicht an einer Reise teilzunehmen“, betont Berg. „Es gibt Fördermöglichkeiten. Jeder kann uns darauf ansprechen, und das wird diskret behandelt.“

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