Antrag: Die Stadt soll eine Gesellschaft gründen.

Das Gelände der Landesfinanzschule könnte mit Wohnungen bebaut werden.  Archiv
Das Gelände der Landesfinanzschule könnte mit Wohnungen bebaut werden. Archiv

Das Gelände der Landesfinanzschule könnte mit Wohnungen bebaut werden. Archiv

Fries

Das Gelände der Landesfinanzschule könnte mit Wohnungen bebaut werden. Archiv

Haan. Die SPD-Fraktion hat das Thema „preiswertes Wohnen“ in den Mittelpunkt ihrer Haushaltsberatungen gestellt, erläutert Fraktionsvorsitzender Bernd Stracke. Die Verwaltung soll bis Mitte 2017 ein Konzept vorlegen, wie mehr bezahlbarer Wohnraum in Haan geschaffen werden könnte. Aktuell gibt es rund 1100 Sozialwohnungen in der Gartenstadt. Dabei sollte auch untersucht werden, ob dabei die Gründung einer Stadtentwicklungs- oder einer Wohnungsbaugesellschaft hilfreich sein könnte.

Mit Satzung hätte die Stadt Belegungsrecht für Förderungen

Stracke sieht durchaus eine Mehrheit für diesen Antrag: „Das Thema ist auch bei anderen Fraktionen angekommen.“ Mit einer Satzung könnte sich die Stadt das Belegungsrecht für öffentlich geförderte Wohnungen sichern, glauben die Sozialdemokraten. Sie schlagen weiter vor, dass die Gartenstadt für kleines Geld Mitglied bei NRW.Urban wird. Die Nachfolgerin der LEG Stadtentwicklung (seit 2009) ist ein erfahrener und zuverlässiger Partner von Land, Kommunen und privaten Auftraggeber. Stracke: „NRW.Urban könnte uns helfen, an Grundstücke zu kommen und sie zu entwickeln.“ Etwa das Gelände der ehemaligen Landesfinanzschule. Das Areal sollte mit öffentlich geforderten Wohnungen bebaut werden, fordert die SPD.

„Wir haben gute Chancen, das Grundstück vom Land zu erwerben – und das zu einem reduzierten Preis“, glaubt Bernd Stracke. Das Projekt Kampheider Straße sollte fertiggestellt werden, fordert die SPD. Dort ist eine Unterkunft für 60 Flüchtlinge geplant. Anwohner sind gegen das Vorhaben, das aktuell auch nicht gebraucht wird. Das könnte sich aber schon bald ändern, glaubt Stracke: „Dort könnte man auch Flüchtlinge mit Residenzpflicht unterbringen.“ Das Übergangswohnheim am Heidfeld will die SPD-Fraktion abreißen und durch Modulbauten ersetzen, die je nach Bedarf erweitert werden können. Die marode Unterkunft Deller Straße sollte endlich abgerissen werden, fordert Stracke: „Die SPD will das Grundstück aber nicht verkaufen, sondern mit öffentlich geförderten Wohnungen für Familien bebauen.“ Die Verwaltung will dort eine Obdachlosen-Unterkunft errichten.

Die sieht die SPD eher am Heidfeld: „Die Pläne dafür sind fertig.“ Daneben machen sich die Sozialdemokraten für eine Anhebung der Kita-Freibeträge von 25 000 auf 30 000 Euro Jahreseinkommen stark, erläutert Ratsmitglied Marion Klaus – „ohne die oberen Beitragsstufen zu verändern“. Zu den Mehrkosten kann sie nichts sagen: „Wir wissen nicht, wie viele Eltern betroffen sind. Wir wissen aber, Betroffene würden dadurch spürbar entlastet.“ Verzögert sich der Neubau des Gymnasiums, sollte das Geld für die Sanierung der Grundschule Gruiten eingesetzt werden.

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